• 16.02.2011, 10:00:11
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Gesund beginnt auch bei ÖSV Stars im Mund

Unizahnklinik in Innsbruck lud die Topsportler zum Zahncheck

Wien (OTS) - Toprennfahrer wie Marlies Schild, Manfred Pranger,
Elisabeth Görgl, Benni Raich und zwanzig weitere ÖSV Athleten nutzten
die Einladung von Colgate zum Zahncheck an der Universitätsklinik für
Zahn-, Mund und Kieferheilkunde in Innsbruck. Unter der Leitung von
Univ. Prof. DDr. Ingrid Grunert und in enger Kooperation mit dem
Institut für Sportmedizin unter der Leitung von Univ. Prof. Dr.
Walter Schobersberger fanden sich die Skisportler in der Zahnklinik
zur Untersuchung ein. Die Zahnmediziner überprüften Zahn, Zahnfleisch
und Kaumuskulatur. Sie stellen den Rennfahrern insgesamt ein gutes
Zeugnis aus. Hobbysportler können sich ein Beispiel an den
Topsportlern nehmen und Tipps von den Zahnprofis holen. Das Projekt
wurde auf Initiative und mit Unterstützung von Colgate durchgeführt.
Colgate ist Partner des Austria Ski Teams.

"Entzündungen vom Mundraum ausgehend können negative Auswirkungen
auf den gesamten Körper haben und ihn schwächen", unterstreichen die
beiden Zahnmediziner Dr. Irene Kisielewsky und Dr. Nikolai Heiss von
der Zahnklinik in Innsbruck. Ihre Untersuchung an 24 ÖSV
Spitzensportlern zeigt, dass die Athleten auf ihre Zähne und das
Zahnfleisch achten. Skifahrer haben jedoch ein deutlich erhöhtes
Unfallrisiko und bei Stürzen und Verletzungen werden die Zähne
oftmals in Mitleidenschaft gezogen. Dr. Heiss, von der Zahnklinik in
Innsbruck: "Einige ÖSV-Sportler hatten deutliche Anzeichen von
vorangegangenen Frontzahntraumen, wie z.B. abgebrochene
Schneidekanten. Ein Helm oder ein individueller Zahnschutz sind also
unerlässlich um das Risiko von Zahnverletzungen zu senken."

Sportler machen Kohlehydrate und Energydrinks mit mehr Mundhygiene
wett

Das Zahnärzteteam stellte sich die Frage, ob bei den
Spitzensportlern ein erhöhtes Kariesrisiko besteht aufgrund des
vermehrten Konsums von Kohlenhydraten und Sportgetränken mit viel
Zucker. Der Zucker dient den Kariesbakterien "als Nährstoff". Da
Sportler aufgrund ihres erhöhten Flüssigkeitsbedarfs große Mengen an
Flüssigkeiten und unter anderem auch Energydrinks konsumieren, könnte
man annehmen, dass sie deshalb auch ein erhöhtes Kariesrisiko sowie
Risiko für Säureschäden (Erosionen) haben. Heiss dazu: "Diese Theorie
konnte anhand der Untersuchungen in der Universitätsklinik Innsbruck
nicht bestätigt werden. Eine mögliche Erklärung hierfür wäre, dass
die Spitzensportler das vermeintlich erhöhte Kariesrisiko durch
optimale und intensive Zahnpflege ausgleichen." Dr. Irene Kisielewsky
ergänzt: "Die Sportler des ÖSV-Teams sind fast allesamt mit dichten,
funktionellen und ästhetischen Füllungen versorgt und das Zahnfleisch
ist durchwegs in einem gesunden Zustand. Zahnfleischentzündungen
waren nur vereinzelt und in leichtem Grad vorhanden."

Stress für die Sportler und für die Zähne

Spitzensportler - und so manch andere Berufsgruppe - stehen oft
unter Stress. Ein natürliches Ventil für den Stressabbau ist das
Kausystem. Zähne, Kiefergelenke und die Kaumuskeln sind dabei
beansprucht. Zähneknirschen und -pressen ist bis zu einem gewissen
Grad physiologisch (normal). Wenn diese genannten Parafunktionen aber
über einen längeren Zeitraum anhalten und durch Stress noch verstärkt
werden, kann es zu pathologischen Abnutzungserscheinungen an den
Zähnen kommen. Glatte, ebene Flächen im Zahnschmelz und zu einem
späteren Zeitpunkt auch im Dentin sind die Folge. Der Zahn wird durch
solche, so genannten "Schlifffacetten" zum Teil stark geschädigt und
zunehmend schmerzempfindlich. Aber nicht nur an den Zähnen kann man
Parafunktionen, wie Knirschen und Pressen, erkennen, sondern auch an
der Kaumuskulatur und den beiden Kiefergelenken. Stress abbauen,
bedeutet also auch "Stress lass nach" für die Zähne.

Fotos der Skisportler beim Zahncheck finden Sie unter: www.minc.at

Tipps für Hobby- und Freizeitsportler von den Zahnprofis:

- Schützen Sie Ihre Zähne vor Sportverletzungen - Helm oder 
   individueller Mundschutz tragen.
 - Energydrinks enthalten viel Zucker und haben einen niedrigen pH 
   Wert. Zucker und Säure entmineralisieren den Zahn und "schwächen" 
   ihn langfristig.  
 - Kohlehydrate sind auch nichts anderes als Zucker. Also auch hier 
   auf die Dosis achten.
 - Sportler, die Kohlehydrate und zuckerhaltige Energydrinks 
   konsumieren, sollten verstärkt auf ihre Mundhygiene achten.
 - Lassen Sie sich beim Zahnarzt oder der Dentalhygienikerin die 
   richtige Zahnreinigungstechnik zeigen.
 - Die Zähne zwei Mal am Tag reinigen (morgens vor dem Frühstück, 
   abends vor dem zu Bett gehen) mit einer fluoridhaltigen 
   Zahnpasta. Fluoride fördern die Remineralisation (d.h. die Phase 
   in der sich der Zahn seine Bestandteile aus dem Speichel 
   zurückholt) und schützen somit den Zahn vor Karies. 
 - Zahnseide verwenden: nur so reinigen Sie die wichtigen 
   Zahnzwischenräume.
 - Besser einmal am Tag naschen als über den ganzen Tag verteilt:
   Verschlingt man z.B. eine ganze Tafel Schokolade auf einmal, 
   kommt es im Mund nur einmal zu einer Senkung des pH-Wertes. 
   Ständiger Konsum hingegen führt immer wieder zu einem neuen pH-
   Abfall. Die Zähne haben keine Gelegenheit zur Remineralisation 
   und es besteht langfristig ein höheres Risiko für die Entstehung 
   von Karies.

Rückfragehinweis:
Gerlinde Wiesner, Milestones in Communication
[email protected]
Mobil: 0664/14 08 197
www.minc.at

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