- 15.02.2011, 13:55:21
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Was kostet die (Um)Welt?
Was Green Economy zu Armutsminderung beitragen kann, diskutieren internationale ExpertInnen von 16. bis 18. Februar auf der 16. Poverty Environment Partnership-Tagung in Wien.
Wien (OTS) - Insekten erbringen jährlich 110 Milliarden Euro an
Bestäubungsleistungen. Die Korallenriffe erwirtschaften pro Jahr 127
Milliarden Euro, rechnet die Studie "Die Ökonomie von Ökosystemen und
Biodiversität" vor. Der Verlust der Artenvielfalt und die Zerstörung
von Ökosystemen werden insbesondere Entwicklungsländer treffen,
darüber sind sich die ExpertInnen einig. Mangelnder Umweltschutz
verursache nicht nur wirtschaftliche Verluste für Unternehmen und
Industriestaaten, sondern auch die fortschreitende Verarmung der
Bevölkerung in Entwicklungsländern.
Von 16. bis 18. Februar 2011 diskutieren rund 80 internationale
ExpertInnen in Wien den Mehrwert von Green Economy für
Armutsminderung. Beim 16. Treffen des "Poverty and Environment
Partnership" (PEP) in der Diplomatischen Akademie geht es darum
herauszufinden, wie nationale Politiken aktiv zu grüner, menschen-
und umweltfreundlicher Wirtschaft beitragen und die
Millenniums-Entwicklungsziele zur Reduktion der weltweiten Armut
erreicht werden können. Anhand von Green Economy-Beispielen aus
Kenia, Indonesien oder Moldau wird gezeigt, wie Green Economy in der
Praxis bereits funktioniert.
Green Economy wird auch für die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger; der 2009 verabschiedete
Strategische Leitfaden Umwelt und Entwicklung der österreichischen
Entwicklungspolitik enthält dazu eine Reihe von Zielen und
Aktivitäten. "Umweltschutz ist neben Armutsminderung und
Friedenssicherung eines der drei großen Ziele der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit", betont Brigitte Öppinger-Walchshofer,
Geschäftsführerin der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur
der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. "Energieeffizienz,
ökologische Landwirtschaft oder saubere Produktion sind nur drei
wichtige Themen unseres Engagements in diesem Bereich", so
Öppinger-Walchshofer. Konkret fördert die ADA etwa über eine
Wirtschaftspartnerschaft die Novella Afrika-Initiative von Unilever.
Dabei geht es darum, den Allanblackia-Baum nachhaltig zu nutzen und
für die BäuerInnen faire Abnahmepreise zu garantieren. Auch ein
Beispiel, das im Rahmen des PEP Meetings präsentiert wird.
Die Ergebnisse der Tagung werden in die Vorbereitungen des
Treffens über die Effektivität der Entwicklungszusammenarbeit in
Busan (2011) und der Konferenz der Vereinten Nationen zu nachhaltiger
Entwicklung RIO+20 (Earthsummit 2012) einfließen.
=Termintipp=
Als Rahmenprogramm zur PEP-Tagung veranstaltet die ADA im Rahmen
der Reihe DialogEntwicklung eine Podiumsdiskussion zum Thema " Was
kostet die (Um)Welt?". Joshua Bishop, Chef-Ökonom der
Weltnaturschutzunion - International Union for Conservation of Nature
(IUCN), und Haripriya Gundimeda, Professorin am Indian Institute of
Technology Bombay, erklären, wie der wirtschaftliche Wert von
Ökosystemen erhoben wird und was diese Berechnungen zu nachhaltiger
Entwicklung betragen können.
Donnerstag, 17. Februar 2011, um 18.30 Uhr, in der Diplomatischen
Akademie, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien.
=Poverty and Environment Partnership (PEP)=
PEP ist eine informelle Plattform bilateraler und multilateraler
Geber, internationaler Nichtregierungsorganisationen und
Forschungseinrichtungen. PEP versteht sich als Ideenfabrik, in der
abseits politischer Positionierungen und internationaler
Verhandlungen aktuelle Themen an der Schnittstelle von Umwelt und
Armutsminderung diskutiert werden können. Die Plattform unterstützt
die Entwicklung gemeinsamer Strategien, praktischer Ansätze und
Methoden. Die Treffen von PEP finden jährlich statt, PEP 16 in Wien
wird von der ADA in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungshilfeausschuss
(DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (OECD) und dem Internationalen Fonds für
landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) sowie mit Unterstützung des
Lebensministeriums veranstaltet.
Internet: www.povertyenvironment.net
=Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit=
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder
in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Ost- und Südosteuropa bei
ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen
Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und
Programme, die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, setzt diese gemeinsam
mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen um.
Rückfragehinweis:
Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit Information und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Manuela Gutenbrunner Tel.: +43 (0)1 90399-2412 [email protected] www.entwicklung.at
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