- 11.02.2011, 10:40:29
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OÖGKK legt sehr gute Finanz- und Kundenergebnisse vor
Linz (OTS) - Die OÖGKK kann das Jahr 2010 laut aktueller
Finanzprognose mit einem Plus von 24,3 Millionen Euro abschließen.
Diesen Vorschauwert wird die OÖGKK am 15. Februar dem Hauptverband
übermitteln. "Als Treuhänder der Versicherungsbeiträge sind uns
gesunde Finanzen sehr wichtig. Finanzergebnisse sind aber für unsere
Versicherten wertlos, wenn Leistungen und Versorgung nicht in Ordnung
sind. Der aktuelle Kundenzufriedenheits-Bericht des Hauptverbandes
bestätigt der OÖGKK auch Bestnoten aus Versichertensicht", freut sich
Obmann Felix Hinterwirth.
Mit 15. Februar haben die Krankenkassen ihre aktuelle
Gebarungsvorschau an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger
zu senden. Die endgültigen Jahresergebnisse liegen dann im Mai vor.
Für die OÖGKK lautet die aktuelle Ergebnisprognose auf einen
Bilanzgewinn von 24,3 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (EGT), welches das vom Träger selbst zu
verantwortende Ergebnis unverfälscht darstellt, liegt laut Prognose
bei Plus 37,5 Millionen Euro.
"Alle unsere Mitarbeiter haben in den beiden Krisenjahren sehr
hart an der Kostendämpfung gearbeitet, sodass wir 2010 auch aus
eigener Kraft eine schwarze Null geschafft hätten. Die letzten Monate
des Jahres 2010 haben starken Rückenwind bei den Beitragseinnahmen
gebracht, der so nicht zu erwarten war und den wir nun voll mitnehmen
können", freut sich OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer. Ein
Beitragsplus bei den Erwerbstätigen von insgesamt 2,1 Prozent ist für
Andrea Wesenauer mehr als erfreulich - vor allem da die ersten drei
Beitragsmonate 2010 noch Rückgänge gebracht hatten. Von einem guten
Beitragsjahr sei 2010 aber weit entfernt, betont die
OÖGKK-Direktorin.
Den Versichertenbeiträgen stehen Leistungen im Wert von 1,7
Milliarden Euro gegenüber. Insgesamt konnte das Ausgabenwachstum auf
0,6 Prozent gedämpft werden - und das bei gleichzeitigem Ausbau
wichtiger Leistungsbereiche. "Unsere Versicherten waren 2010 rund 12
Millionen Mal beim Arzt. Die Kundenzufriedenheit zeigt uns, dass sie
hier hervorragend betreut werden. Diese Zuwendung, vor allem durch
den Hausarzt, aber auch im fachärztlichen Bereich, ist uns besonders
wichtig. Deshalb arbeiten wir mit der Ärztekammer an einem gezielten
Ausbau der Zuwendungsmedizin", berichtet OÖGKK-Obmann Felix
Hinterwirth. Für vertragsärztliche Leistungen wurden 2010 rund 217
Millionen Euro aufgewendet.
Eine immer wichtigere Rolle spielen therapeutische Berufe, wie
etwa die Logo-pädie, Physiko- und Ergotherapie. In diesem Bereich hat
die OÖGKK das Angebot bewusst ausgebaut und dafür mit 23,4 Millionen
Euro um 7 Prozent mehr Geld investiert als im Jahr zuvor. Die
Psychotherapie wurde um 12 Prozent auf 6 Millionen Euro aufgestockt.
Die Medikamentenkosten stiegen 2010 um 1,5 Prozent auf 323
Millionen Euro. "Wir arbeiten hier sehr intensiv mit unseren
Vertragsärzten, neuerdings auch mit den Spitälern, zusammen um die
Versorgungsqualität und Treffsicherheit bei Medikamenten zu
verbessern. Und das führt in aller Regel zu niedrigeren Kosten, weil
Fehl- und Überversorgungen in diesem Bereich viel kosten, den
Menschen aber sogar schaden können", berichtet Andrea Wesenauer. Auch
die Patienten und ihre Angehörigen wurden 2010 mit der "Initiative
Patientensicherheit" auf breiter Basis informiert und auf die
Gefahren von Wechsel- und Nebenwirkungen hingewiesen. "Wir freuen
uns, dass unser Anliegen so breit unterstützt wurde, vom
Landeshauptmann zu den Seniorenorganisationen, von der Ärzte- und
Apothekerkammer bis zu den Selbsthilfegruppen", ergänzt Obmann
Hinterwirth. Der moderate Anstieg der Medikamentenkosten liegt aber
auch in einem österreichweiten Trend. Ursache dafür ist unter anderem
der ausgelaufene Patentschutz für einige häufig verordnete
Medikamente, der Preisrückgänge bewirkt hat.
An den Spitalsbereich überwies die OÖGKK 2010 knapp 629 Millionen
Euro für stationäre und ambulante Leistungen für OÖGKK-Versicherte.
Bei den OÖGKK-Versicherten Arbeitnehmern gab es 2010 einen
Rückgang der Krankenstände zu verzeichnen: Laut vorläufiger
Krankenstandsstatistik entfielen auf einen Arbeitnehmer im Jahr 2010
12,9 Krankenstandstage, das sind 0,5 Tage weniger als 2009. Damit
verzeichnet die OÖGKK 2010 den zweitniedrigsten Wert der vergangenen
Jahrzehnte. Die gegenüber 2009 nochmals gestiegene Arbeitslosigkeit
sowie die Entwicklung der Löhne und Gehälter führen trotz der
erfreulichen Krankenstands-Entwicklung zu einem Anstieg des
Krankengeldes (auf 84 Millionen Euro). Dieser Anstieg konnte aber auf
2,6 Prozent gedämpft werden, was insbesondere auf das AU-Management -
eine möglichst gute Betreuung der Versicherten im Krankenstand -
zurückzuführen ist.
Aus dem von Minister Stöger eingerichteten Kassenstrukturfonds
kann sich die OÖGKK für 2010 17,5 Millionen Euro abholen, da sie alle
vereinbarten Ziele erreicht hat. Dieses Geld wird wieder in die
Modernisierung der Versorgung in Oberösterreich investiert, unter
anderem in einen Ausbau der Gesundheitsförderung, die Einrichtung
einer Clearingstelle für Psychotherapie, den Ausbau des
Nahtstellenmanagements und des OÖGKK-Netzwerks Hilfe sowie unzählige
weitere Projekte.
Die Zahlungen an den Ausgleichsfonds der Krankenkassen belaufen
sich für 2010 auf 31,3 Millionen Euro, dem stehen Rückflüsse in der
Höhe von 8,5 Millionen Euro gegenüber. Das ergibt eine Nettobelastung
der OÖGKK von 22,8 Millionen Euro.
Spitzenplatz bei Kundenzufriedenheit
Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat vor wenigen
Tagen die Ergebnisse des regelmäßigen Kundenzufriedenheits-Berichts
zur Verfügung gestellt, der von GfK Ende 2010 erhoben wurde. Die
OÖGKK erreicht bei der Frage der Zufriedenheit ihrer Versicherten mit
ihrer Krankenkasse mit einer Durchschnittsnote von 1,8 den ersten
Rang, gleichauf mit der VAEB (Versicherungsanstalt der Eisenbahner
und Bergbau-Beschäftigten). OÖGKK-Spitzenergebnisse gibt es auch für
die Zufriedenheit mit den Leistungen und der Servicequalität.
"Unsere Kunden erteilen uns aber nicht nur ein sehr gutes Zeugnis,
sie geben uns auch einen klaren Handlungsauftrag", betont
OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth. Denn obwohl die OÖGKK-Versicherten
laut Studie bereits überdurchschnittlich gut über Vorsorgeleistungen
der OÖGKK Bescheid wissen, sagen nur 45 Prozent, dass sie sich
ausreichend über präventive Angebote der OÖGKK informiert fühlen, was
deutlich unter dem GKK-Schnitt liegt. "Wir interpretieren dieses
Ergebnis so, dass wohl mit dem Wissen auch die Lust an
Gesundheitsangeboten wächst. Das bestätigt unsere Strategie, sowohl
die Gesundheitsangebote auszubauen, als auch die Information darüber
zu verstärken", kündigt Felix Hinterwirth an.
Übrigens sind die Oberösterreicher nicht nur mit ihrer
Krankenkasse zufrieden. Auch die medizinische Versorgung im
Bundesland wird mit einer Schulnote von 1,7 sehr gut bewertet. Nur
Tirol und Vorarlberg erzielen hier knapp bessere Ergebnisse.
In wenigen Wochen werden die Ergebnisse der von der OÖGKK
beauftragten jährlichen Kundenbefragung vorliegen, die
detailliertere Einblicke in die Kundenperspektive erlaubt.
Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Direktionsbüro und Kommunikation
Cornelia Schobesberger
Tel: 05 78 07 - 10 22 23
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