- 11.02.2011, 10:13:01
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Spitalsreform: Kein Kahlschlag im Gesundheitsbereich
Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Bundesvertretung 9 -
Landesanstalten und Betriebe in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
Johann Hable - tritt für eine Spitalsreform mit Augenmaß ein, jedoch
darf es zu keinem Kahlschlag d. h. ersatzloses Streichen von
Abteilungen bzw. Zusperren von Krankenhäusern kommen.
Die Reformbestrebungen des Bundesministeriums für Gesundheit, alle
Kompetenzen zur Führung von Krankenanstalten in die Hand zu bekommen
sind kontraproduktiv und von vorne herein zum Scheitern verurteilt.
Es können und dürfen nicht operative Problemfelder in Wien
zentralisiert und auf Knopfdruck befohlen werden. Vielmehr, so Hable,
muss die Bewirtschaftung der Krankenanstalten und
Gesundheitseinrichtungen in der Verantwortbarkeit (vor Ort) der
Länder bleiben.
Reformbestrebungen müssen grundsätzlich für alle
Gesundheitseinrichtungen gleich gelten. Dafür hat der Bund mit den
Ländern eine gemeinsame gesetzliche Grundlage zu schaffen. Dabei
können einheitliche Parameter angesetzt werden.
Hable spricht sich auch gegen die Ausgliederung der
Spitalsbediensteten in die Trägerschaft des Bundes aus, denn das
würde bedeuten, dass die Kolleginnen und Kollegen pro Monat hunderte
von Euros an Gehalt verlieren würden.
Hable: Vorsicht ist geboten. Die Sozialpartner müssen in der
Gesundheitsreform ein Mitwirkungsrecht zugesprochen bekommen, denn
richtige Einschätzungen und Ansätze können nur zielführend von denen,
die vor Ort auch in diesem Bereich arbeiten als Ideen eingebracht
werden.
Hable: Spitalsreform ja, jedoch dürfen Personal u. Patienten nicht
schlechter gestellt werden. Die hohe Qualität des österreichischen
Gesundheitswesens muss für alle Teile der Bevölkerung voll zur
Verfügung stehen.
Entlastung der Krankenanstalten - Ausbau der Übergangs- bzw.
Kurzzeitpflegeplätze.
Aus aktuellem Anlass wird eine Erweiterung des Angebotes für
Kurzeitpflegebetten zur Entlastung der Krankenanstalten bzw. der
pflegenden Angehörigen gefordert. Derzeit suchen viele Angehörige
vergeblich nach Übergangs- bzw. Kurzzeitpflegeplätzen.
Rückfragehinweis:
Johann Hable
Vorsitzender der Bundesvertretung 9
Landesanstalten und Betriebe
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
Rückfragehinweis : 0664 / 24 35 33
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