- 10.02.2011, 11:47:32
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BMUKK: Erfreuliche Entwicklung der Studierendenzahlen an den Pädagogischen Hochschulen
Steigerung der Studierenden seit 2007/08 um 65 Prozent - Unterricht auch im nächsten Schuljahr gesichert
Wien (OTS) - An den Pädagogischen Hochschulen ist ein starker
Anstieg von Studierenden zu verzeichnen. Seit dem Studienjahr 2007/08
hat sich die Zahl der Studierenden von 6.779 um 65 Prozent auf 11.210
im Studienjahr 2010/11 gesteigert. 2008/09 haben 7.928 Menschen an
den Pädagogischen Hochschulen studiert, 2009/10 waren es 9.285.
Im Herbst 2010 haben 4.689 Personen das Studium an den Pädagogischen
Hochschulen aufgenommen. 2007/08 wurden 2.502 AnfängerInnen
verzeichnet, im Jahr darauf 2.988, im letzten Studienjahr 4.013. In
den letzten vier Jahren haben sich 87 Prozent mehr für ein
Lehramtsstudium an den Pädagogischen Hochschulen entschieden. 2007/08
haben 1.053 AbsolventInnen die Pädagogischen Hochschulen verlassen.
Im Studienjahr 2008/09 waren es mit 2.257 mehr als doppelt so viele.
Derzeit befinden sich rund 114.000 LehrerInnen insgesamt im
Regelschulwesen. Für das kommende Schuljahr ab Herbst 2011 ist der
LehrerInnenbedarf im Pflichtschulbereich gesichert. Bundesweit
gesehen besteht kein LehrerInnenmangel. Nach Akkordierung mit den
Landesschulräten / Stadtschulrat wird ein punktueller Bedarf an
LehrerInnen in Volksschulen in Niederösterreich und Wien
prognostiziert, wobei hingegen vor allem in Oberösterreich, Kärnten
und der Steiermark viele VolksschullehrerInnen auf der Warteliste
stehen.
Mit einem punktuellen Bedarf an HauptschullehrerInnen rechnet man im
Burgenland, Vorarlberg und Wien. Im Gegensatz dazu gibt es vor allem
in Oberösterreich und der Steiermark viele HauptschullehrerInnen, die
auf eine Stelle warten. An Österreichs Pflichtschulen unterrichten
derzeit insgesamt rund 66.200 LehrerInnen.
An den allgemein bildenden höheren Schulen (AHS) und berufsbildenden
mittleren und höheren Schulen (BMHS/BHS) sind derzeit rund 42.000
LehrerInnen beschäftigt. Für das kommende Schuljahr rechnet man
bundesweit mit ca. 400 offenen Stellen in den Fächern Deutsch,
Englisch, Mathematik, Bewegung & Sport, Physik und Chemie - was knapp
einem Prozent der in diesem Bereich beschäftigen Personen entspricht
und in Relation gesehen als gut lösbar eingeschätzt wird. In den
besagten Fächern gibt es dennoch in manchen Bundesländern zu viele
LehrerInnen. So stehen Deutsch- und Englisch-LehrerInnen in der
Steiermark und in Tirol sowie SportlehrerInnen in der Steiermark auf
der Warteliste.
Das BMUKK ist zuversichtlich, dass gemeinsam mit den Landesschulräten
/ Stadtschulrat auch im nächsten Schuljahr an allen Schulen der
Unterricht gesichert ist. Dies ist durch Mehrdienstleistungen,
Sonderverträgen und den Einsatz von Studierenden, die sich am Ende
ihrer Ausbildung befinden, gewährleistet. Als weitere kurzfristige
Maßnahme werden LehrerInnen, die keine Vollverpflichtung haben,
motiviert, ihre Stunden zu erhöhen. Außerdem werden attraktivere
Angebote für ausgebildete LehrerInnen, die derzeit in anderen Berufen
arbeiten, ausgesprochen. Vereinzelt kommen auch pensionierte
LehrerInnen zum Einsatz.
Zu den mittelfristigen Maßnahmen zählen die Attraktivitätssteigerung
des Lehramtsstudiums, eine neue PädagogInnenbildung, an der
Bildungsministerin Claudia Schmied und Wissenschaftsministerin
Beatrix Karl intensiv arbeiten, die Modernisierung des Berufsbildes
des Lehrers sowie ein neues Dienst- und Besoldungsrecht mit
attraktiven Einstiegsgehältern, moderner Arbeitszeitregelung und Auf-
und Umstiegsmöglichkeiten.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur,
Mag. Sigrid Wilhelm
Pressesprecherin
Tel.: +43-1-53120-5030
mailto:[email protected]
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