- 10.02.2011, 11:13:21
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Spitalsärzte wollen keine Mehrfachprimariate - Krankenanstaltengesetz-Novelle gefordert
ÖÄK-Vizepräsident Mayer: Primariat ist kein Teilzeitjob - medizinische Qualität steht auf dem Spiel
Wien (OTS) - Die Bundeskurie Angestellte Ärzte der
Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) sprach sich gestern dagegen aus,
dass mehrere Primariate in verschiedenen Krankenanstalten durch
dieselbe Person geleitet werden. In einem einstimmigen Beschluss
forderte die Kurie die Novellierung des Krankenanstaltengesetzes, um
Mehrfachprimariate in Zukunft zu unterbinden. Die Kurie sieht darin
eine Verschlechterung der Qualität der medizinischen Versorgung.
"Ein Primariat ist mit hoher medizinischer Verantwortung verbunden
und kann nicht in Teilzeit ausgeübt werden", erklärte
Bundeskurienobmann und ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer am Donnerstag
in einer Aussendung. Wer mehr als ein Primariat - womöglich noch an
unterschiedlichen, weit voneinander entfernten Standorten - bekleide,
könne sich nur unzureichend auf seine Tätigkeitsbereiche
konzentrieren. Früher oder später würde sich das bemerkbar machen -
in schlechtem Führungsstil, in der Ausbildung des ärztlichen
Nachwuchses und in der medizinischen Versorgung. "Wir dürfen nicht
riskieren, dass Primariatspooling negative Auswirkungen auf allen
Ebenen hat", betonte Mayer.
Die von der Kurie geforderte Novellierung des
Krankenanstaltengesetzes soll dies gesetzlich ausschließen. Mayer:
"Wenn wir Mehrfachprimariate zulassen, setzen wir damit ein falsches
Signal. Dann wird ein Primariat über kurz oder lang als eine Aufgabe
gesehen, die jeder Arzt erfüllen kann, für die es keine besonderen
Qualifikationen braucht und die man sozusagen nebenbei erledigen
kann." (sl)
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
Mail: [email protected]
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