• 06.02.2011, 11:24:50
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Heinisch-Hosek: Weibliche Genitalverstümmelung ist fundamentale Verletzung der Menschenrechte

Zur Unterstützung der betroffenen Frauen wurden zwei konkrete Projekte zu FGM initiiert

Wien (OTS) - "Weibliche Genitalverstümmelung ist eine fundamentale
Verletzung der Menschenrechte und sie ist durch nichts zu
rechtfertigen", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
anlässlich des heutigen Internationalen Tags gegen
Genitalverstümmelung (FGM). Tradition, Religion oder Kultur dürfe
niemals als Rechtfertigung oder Begründung von Gewalt herangezogen
werden.

"Wir dürfen die Augen vor diesen Gewaltverbrechen an Frauen und
Mädchen nicht verschließen. Die Unterstützung der betroffenen Frauen
und die Sensibilisierung der Gesellschaft zu diesem Thema ist mir
daher ein besonderes Anliegen", so Heinisch-Hosek.

Ihr sei es wichtig hier Angebote zur Verfügung zu stellen. So sei
der Verein Orient-Express von der Frauenministerin mit der
Organisation und Durchführung zweier konkreter Projekte betraut
worden, in denen auch das Thema FGM behandelt würde. Einerseits
würden Migrantinnen der 2. und 3. Generation, die selbst Gewalt
erfahren mussten und durch Eigeninitiative Hilfestellungen
aufgesucht haben zu Multiplikatorinnen insbesondere zum
Themenbereich der "Harmful Traditional Practices" ausgebildet.
Andererseits würden Berufsgruppen, die mit Betroffenen in Berührung
kommen könnten wie LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, MitarbeiterInnen
in Jugendeinrichtungen, aber auch FamilienrichterInnen zu diesen
Themenbereichen geschult und sensibilisiert.

"Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass das Thema
weibliche Genitalverstümmelung nicht weiter tabuisiert wird. Wir
müssen das Schweigen brechen", meinte die Ministerin zum Schluss.

Rückfragehinweis:
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Mag. Dagmar Strobel
Tel.: (01) 531 15 - 2149
mailto:[email protected]

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