• 04.02.2011, 12:35:38
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Grüne Wien/Wurzer: Mädchen und Frauen vor Genitalverstümmelung schützen

Mehr Aufklärung und Sensibilisierung notwendig - FGM als Asylgrund anerkennen

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tages "Null Toleranz
gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM)" am 6. Februar fordert
Martina Wurzer, frauenpolitische Sprecherin der Grünen Wien, die
Verbesserung des Schutzes von Mädchen und Frauen vor weiblicher
Genitalverstümmelung. "Wir müssen alles dazu beitragen, um die
Menschenwürde von Frauen zu schützen. Weibliche Genitalverstümmelung
ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, die oft im Namen von
Tradition erfolgt. Auch in Österreich sind Mädchen und Frauen vor
diesem grausamen Ritual nicht sicher."

Es ist notwendig, verstärkt Aufklärung und Sensibilisierung zu
betreiben, erklärt Wurzer. Konkret fordert Wurzer
FGM-Aufklärungskampagnen, mehr Beratungsstellen für Betroffene und
Familien, gezielte Schulungen von ÄrztInnen und PädagogInnen, sowie
eine verbindliche Anerkennung von Genitalverstümmelung als Asylgrund.
Außerdem sollte darüber nachgedacht werden, FGM als eigenen
Straftatbestand ins österreichische Recht aufzunehmen.

"Genitalverstümmelung ist eine Verletzung des Rechtes auf physische
und psychische Unversehrtheit, wie es in den Menschenrechten
verankert ist, sowie eine Verletzung des Rechts auf höchstmögliche
Gesundheit", betont Wurzer. 2 Millionen von Mädchen und Frauen sind
jährlich davon betroffen. Schätzungen für Österreich gehen von 8.000
FGM-Betroffenen aus.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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