- 04.02.2011, 12:33:55
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Beatrix Karl: Weiterentwicklung des österreichischen Hochschulraums kann nur gemeinsam gelingen
Startschuss für Hochschulplan - Empfehlungen der Expertengruppe bis Juli

Wien (OTS) - "Die Gestaltung und Weiterentwicklung des
österreichischen Hochschulraums kann nur gemeinsam gelingen", so
Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl zu ihrem
zentralen Ziel 2011: Der Erarbeitung eines Österreichischen
Hochschulplans. Die Ministerin präsentierte heute ihre Ziele sowie
die Expertengruppe zum Hochschulplan: Andrea Schenker-Wicki, Antonio
Loprieno und Eberhard Menzel werden bis Juli abgeleitet vom Status
Quo des österreichischen Hochschulraums Empfehlungen erarbeiten. "Ich
freue mich, dass ich drei erfahrene und renommierte Expertinnen und
Experten aus Deutschland und der Schweiz für diese Expertengruppe
gewinnen konnte", so die Ministerin.
Sie habe die Wahl dieser drei Experten "nicht im stillen Kämmerlein
getroffen", sondern in Abstimmung mit der Universitätenkonferenz und
der Fachhochschulkonferenz, so Beatrix Karl weiter. Denn: "Gerade bei
der Erarbeitung des Hochschulplans halte ich es für unerlässlich,
dass die Hochschulen von Beginn an eingebunden sind."
Die Mitglieder der Expertengruppe:
- Andrea Schenker-Wicki von der Universität Zürich. Sie ist
Professorin für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und hat u.a.
einen Forschungsschwerpunkt im Hochschulmanagement. Weiters ist sie
Mitglied des Österreichischen Wissenschaftsrates.
- Antonio Loprieno von der Universität Basel. Er ist dort Rektor und
er ist auch Präsident der Schweizerischen Rektorenkonferenz.
- Eberhard Menzel von der Hochschule Ruhr West. Er ist dort
Präsident, weiters ist er auch Vorsitzender des Hochschulrates der FH
Koblenz.
"Sie alle bringen viel Erfahrung im Bereich der Hochschulentwicklung
und des Hochschulmanagements mit", unterstrich Karl. "Und was mir
ebenso wichtig ist: Sie haben den Blick `von außen`, der bei der
Erarbeitung des Hochschulplans wichtig ist. Wir müssen diese
Außensicht zulassen - gerade in Hinblick auf internationale und
europäische Best Practice Beispiele." Heute hat sich die Ministerin
mit den drei Expert/innen zu einem ersten, konstruktiven
Arbeitsgespräch getroffen, um ihre Vorstellungen, Erwartungshaltung
sowie Ziele zu skizzieren. "Ich habe die Expertengruppe damit
beauftragt, abgeleitet vom Status Quo des österreichischen
Hochschulraums Empfehlungen zu erarbeiten. Diese sollen bis Juli
vorliegen und klar aufzeigen, wo wir ansetzen müssen, um zu einer
koordinierteren Weiterentwicklung der heimischen Hochschulen zu
kommen. Gute Basis für diese Arbeit sind die Ergebnisse aus dem
Dialog Hochschulpartnerschaft", betonte Karl.
"Wir brauchen mehr Koordination und Kooperation. Wir brauchen eine
gemeinsame, gesamtheitliche Sicht in der weiteren Entwicklung des
Hochschulraums", umriss die Ministerin ihre Ziele. Es gehe ihr dabei
"nicht darum, einen Bereich einzusparen. Mir geht es darum, Stärken
zu bündeln. Denn gerade in einem verhältnismäßig kleinen Land können
wir international nur sichtbar sein, wenn wir uns auf unsere Stärken
konzentrieren. Also: Die Vielfalt muss erhalten bleiben. Aber wir
brauchen eine strukturierte Vielfalt mit klar definierten
Schwerpunkten, um Kapazitäten und Ressourcen optimal nutzen zu
können."
Wie das funktionieren könne? "Es braucht gewisse Leitfäden, die
Autonomie der Hochschulen bleibt aber unangetastet", so Beatrix Karl.
"Wir brauchen Grundsätze und Prinzipien, die in der weiteren
Entwicklung für alle gelten und die alle akzeptieren. Hier ist unser
aller Fingerspitzengefühl gefordert", betonte die Ministerin. "Wir
müssen notwendige Veränderungen zulassen - aber wir müssen sie
umsichtig und unter Einbindung der Betroffenen durchführen."
Die vier Kernbereiche des Hochschulplans:
- Studienplatzfinanzierung: Mit dem Instrument der
Studienplatzfinanzierung wird festgelegt, wie viele Studienplätze mit
öffentlichen Mitteln finanziert werden und wohin diese Ressourcen
fließen. Erste Eckpunkte des Modells werden bis Ende März erarbeitet.
Zur Studienplatzfinanzierung mit Definition der Kapazitäten gab es
beim Universitätsgipfel im November auch ein klares Bekenntnis der
SPÖ.
- Forschungsinfrastrukturplan: Der Forschungsinfrastrukturplan dient
zur Abstimmung, wo künftig Großanlagen für die Grundlagenforschung
errichtet werden. Dabei sind gemeinsame Nutzungskonzepte zwischen
universitärer und außeruniversitärer Forschung genauso zu entwickeln,
wie die Nutzungsmöglichkeiten durch unterschiedliche Hochschultypen.
Eckpunkte sollen bis Ende 2011 stehen.
- Bauleitplan: Mittels des Bauleitplans wird festgelegt, wo künftig
Neubauten realisiert werden. Eckpunkte werden bis Ende 2011
erarbeitet.
- Koordinierungsmaßnahmen: Ein Koordinierungsgremium (Hochschulen
plus die wichtigsten Stakeholder) erarbeitet mit dem Ministerium
koordinierende Maßnahmen. Die Eckpunkte folgen ebenso bis Ende des
Jahres.
Leitlinien und Eckpunkte sollen bis Ende des Jahres stehen, dann
folgt eine fortlaufende Weiterentwicklung.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Pressesprecherin: Mag. Elisabeth Grabenweger Tel.: +43 1 531 20-9014 mailto:[email protected] www.bmwf.gv.at
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