- 02.02.2011, 16:38:28
- /
- OTS0237 OTW0237
Beatrix Karl: Breiter Dialog und konkrete Reformschritte im Jahr der Bildung 2011
Wissenschafts- und Forschungsministerin beim Bildungsdialog mit den Sozialpartnern und der Industriellenvereinigung
Wien (OTS) - "2011 ist das Jahr der Bildung - und da geht es vor
allem auch um die Umsetzung konkreter Maßnahmen und Reformschritte",
so Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl. Sie nahm
heute so wie Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied am
"Bildungsdialog" der Sozialpartner und Industriellenvereinigung teil.
Nach den "sehr konstruktiven Gesprächen" hielt die Ministerin in
einer gemeinsamen Pressekonferenz fest: "Ich freue mich, dass wir bei
zahlreichen bildungspolitisch wichtigen Maßnahmen gemeinsam an einem
Strang ziehen und Seite an Seite für die Weiterentwicklung unseres
Bildungssystems arbeiten. Gemeinsames Ziel ist die Erhöhung von
Leistung und Qualität im Bildungssystem." Beatrix Karl unterstrich
aber auch, dass es ebenso Bereiche mit unterschiedlichen Sichtweisen
gibt, beispielsweise was die Einhebung von Studienbeiträgen an den
Universitäten oder eine gemeinsame Schule der 10-14Jährigen betrifft.
In ihrem Statement ging die Ministerin vor allem auf die
PädagogInnenbildung NEU, den Hochschulplan sowie weitere Maßnahmen im
Schulbereich ein.
"Die fundierte Ausbildung der Pädadgoginnen und Pädagogen ist Dreh-
und Angelpunkt jeder Bildungsreform, Lehrerinnen und Lehrer sind die
Architekten der Zukunft. Die Schule von heute beinhaltet vielfältige
Herausforderungen, für die wir die Pädagoginnen und Pädagogen auch
entsprechend vorbereiten müssen", so Karl. Gemeinsam mit Ministerin
Schmied und unter Einbindung sämtlicher Betroffener arbeitet sie an
der PädagogInnenbildung NEU. Ziel ist es, dass noch in dieser
Legislaturperiode die ersten angehenden Pädagog/innen bereits mit der
neuen Ausbildung beginnen. Bis im Juni arbeitet die
Vorbereitungsgruppe unter Dr. Andreas Schnieder die nächsten Schritte
aus.
Ein zentrales Vorhaben der Ministerin in diesem Jahr ist die
Erarbeitung eines österreichischen Hochschulplans. Dazu hat sie eine
Expertengruppe mit drei Expert/innen aus Deutschland und der Schweiz
eingesetzt, am kommenden Freitag gibt es ein Arbeitstreffen. Ziel des
Hochschulplans ist eine gesamthafte Betrachtung und Planung des
heimischen Hochschulraums. Teil des Hochschulplans ist die
Studienplatzfinanzierung. Beim "Universitätsgipfel" am 22. November
2010 gab es das klares Bekenntnis, mittels Studienplatzfinanzierung
und definierten Kapazitäten für mehr Kostentransparenz an den Unis zu
sorgen.
Die Ministerin ging auch auf die Finanzierung der Universitäten ein:
"Klar ist, die Unis brauchen mehr Geld. Neben der öffentlichen Hand
und Drittmitteln werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass
Studienbeiträge wieder eingeführt werden." Dazu hat die Ministerin
vergangene Woche als Angebot an die konstruktiven Kräfte der SPÖ ein
Drei Säulen Modell vorgelegt, das neben Studienbeiträgen den Ausbau
der Studienförderung sowie zinsbegünstigte Darlehen vorsieht.
2011 werde es um konkrete Schritte im Schulbereich gehen, so Beatrix
Karl weiter. Die ÖVP hat Anfang des Jahres ihr Bildungskonzept
vorgelegt: Bei zentralen Punkten - Ausbau der Neuen Mittelschule,
Mittlere Reife, Bildungsempfehlung und Bildungsvereinbarung - konnte
sich die Ministerin bereits mit Ministerin Schmied einigen. "Zentral
sind Leistungsdifferenzierung, Sprachförderung und Durchlässigkeit",
bekräftigte Karl. "Die Neue Mittelschule soll schrittweise ausgebaut
werden bei gleichzeitigem Erhalt des Gymnasiums", unterstrich Karl.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Pressesprecherin: Mag. Elisabeth Grabenweger Tel.: +43 1 531 20-9014 mailto:[email protected] www.bmwf.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF






