• 02.02.2011, 10:05:56
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Sanierungsscheck NEU: Chance verpasst!

Installateure fordern Änderung der Durchführungsbestimmungen beim Sanierungsscheck: Heizungssanierung nicht an Sanierung der Außenhülle koppeln

Wien (OTS/PWK067) - Mit den vorgestellten Rahmenbedingungen für
den Sanierungsscheck haben die zuständigen Ministerien, laut
Bundesinnung der Installateure, eine wichtige Chance verpasst: "Das
große Potential, das in der Modernisierung von Heizungsanlagen liegt,
wurde weitgehend ignoriert", ist Michael Mattes, Bundesinnungsmeister
der Installateure in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),
überzeugt. "Anstatt mit einem bundeseinheitlichen Fördersystem einen
attraktiven Anreiz zu geben, endlich die neuesten Errungenschaften
der Technik in den österreichischen Heizungskellern bzw. auf den
Dächern zum Einsatz zu bringen, wurde der finanzielle Anreiz auf
1.500 Euro reduziert und die Koppelung an die Sanierung der
Außenhülle beibehalten", so Mattes.

Dies ist für Fachleute wie Mattes völlig unverständlich, da die
Erneuerung der Heizungsanlage im Einfamilienhaus rund 30 Prozent an
Energieeinsparung - bei Einsatz von Hybridlösungen sogar 45 Prozent
- erzielt. Durch die thermische Sanierung der Außenhülle gemäß den
Richtlinien der Wohnbauförderung wird mit einer Ersparnis von 30
Prozent gerechnet. "Da die Erneuerung der Heizungsanlagen spätestens
nach 20 Jahren erfolgen muss, die Sanierung der Gebäudehülle jedoch
nur alle 50 bis 100 Jahre erfolgt, ist eine strikte Koppelung dieser
beiden Maßnahmen nicht zielführend", betont Mattes.

Die Bundesinnung fordert daher eine Änderung der
Durchführungsbestimmungen, um all jenen Haushalten die geförderte
Möglichkeit zur Energiekosteneinsparung zu bieten, die sich die bis
zu sechsmal teurere Sanierung der Gebäudehülle nicht sofort leisten
können. So soll die Förderung der Heizungssanierung nicht an die
Sanierung der Außenhülle gekoppelt bleiben: "Bei ca. 600.000
Heizungen, die derzeit saniert werden sollten, wäre ein ungeheures
Energiesparpotential bei niedriger Einstiegshürde gegeben, das nicht
leichtfertig ungenutzt bleiben sollte", unterstreicht Mattes
abschließend. (AC)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker
DI Christian Atzmüller
E-Mail: [email protected]
Tel. 01/505 69 50-121

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