- 01.02.2011, 12:02:53
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Brauner zu Arbeitsmarkt: Kampf gegen Krisenfolgen geht weiter
2011 ca. 66,4 Millionen für Förderung der Wiener ArbeitnehmerInnen - Deutlich mehr Menschen drängen auf den Wiener Arbeitsmarkt
Wien (OTS) - "Die Krise ist am Wiener Arbeitsmarkt noch deutlich
spürbar. Die Jänner-Arbeitsmarkt-Daten belegen einmal mehr, dass der
Kampf gegen die Folgen der Krise weitergehen muss. Wir haben rasch
reagiert und insbesondere die Unterstützung für Frauen ausgebaut. Mit
dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds waff haben wir als
einziges Bundesland eine eigenständige Struktur, um die Menschen
bestmöglich zu unterstützen. Unsere Devise lautet: Ausbildung,
Weiterbildung, Dazulernen. Wien macht es möglich und bietet 2011 über
36.000 Menschen eine Chance, um sich weiterzuqualifizieren", so
Vizebürgermeisterin Wirtschafsstadträtin Renate Brauner. Im Jänner
ist die Arbeitslosigkeit in Wien um 5,7 Prozent angestiegen,
gleichzeitig sind die Schulungsmaßnahmen mit minus 19,3 Prozent
zurückgegangen. "Gerade weil der Wiener Standort von
Dienstleistungsunternehmen geprägt ist, sind die Auswirkungen der
Wirtschaftskrise später aufgetreten und sind damit auch länger zu
spüren", analysiert Brauner. Generell habe sich Wien in der Krise
trotzdem gut gehalten. "Während die Arbeitslosigkeit in Wien seit
Beginn der Krise 2008 um 11,6 Prozent gewachsen ist, betrug die
Steigerung in Gesamtösterreich 18,2 Prozent. Wien hat alles getan, um
die Beschäftigung möglichst hoch zu halten", unterstreicht Brauner.
250.000 PendlerInnen finden in Wien Arbeit
"Das Arbeitskräftepotenzial wächst in Wien stetig an. Viele Frauen
und junge Menschen strömen auf den Arbeitsmarkt. Gerade Frauen mit
Kindern finden in Wien für ihre Berufstätigkeit günstige
Rahmenbedingungen vor. So können in Wien mehr Frauen als in den
anderen Bundsländern beschäftigt sein und damit ein eigenständiges
existenzsicherndes Einkommen beziehen", so Brauner. "Die
Arbeitsmarktdaten machen einmal mehr deutlich: Die Bundeshauptstadt
ist der dynamischste Arbeitsmarkt in ganz Österreich. 250.000
PendlerInnen aus den umliegenden Bundesländern finden hier Arbeit -
auch mit Gehältern, wie sie in den Herkunftsgemeinden zumeist nicht
geboten werden. Und die Zahl der Beschäftigten wächst: Zuletzt gab es
im Dezember 2010 mit 780.606 Beschäftigten einen absoluten
Monatshöchststand", so Brauner weiter.
Die Wiener Ausbildungsgarantie wirkt
Mit Hilfe der Wiener Ausbildungsgarantie ist es gemeinsam mit dem
AMS gelungen mitten in einer folgenschweren Finanz- und
Wirtschaftskrise die Zahl der lehrstellensuchenden Jugendlichen
massiv zu senken. "Wir haben heuer im Jänner um 16,2 Prozent weniger
Jugendliche auf Lehrstellensuche als im Vergleichsmonat vor der Krise
2008. Das ist uns Dank den umfangreichen Mitteleinsatz von rund 90
Millionen Euro gemeinsam mit dem AMS gelungen. Hier macht sich jeder
eingesetzte Euro doppelt bezahlt", stellt Brauner klar.
Erst kürzlich sind die neuen BOCO-Kurse (Berufsorientierungs- und
Coachingkurse) mit 600 weiteren Plätzen in den Überbetrieblichen
Lehrwerkstätten gestartet. Sie bieten Orientierung und bereiten die
Jugendlichen auf die Lehrausbildung vor. Bereits 20 Prozent der
jungen TeilnehmerInnen wechselt anschließend direkt auf eine
betriebliche Lehrstelle, der Großteil beginnt eine Ausbildung in den
Lehrwerkstätten. Insgesamt können heuer 4.500 Jugendliche ihre
Ausbildung in einer Überbetrieblichen Lehrwerkstätte beginnen. Die
Wiener Ausbildungsgarantie stellt sicher, dass jedem Jugendlichen
eine Lehrausbildung oder eine sonstige Qualifizierung ermöglich wird
bzw. weitere spezielle Unterstützung beim Berufseinstieg in Anspruch
nehmen kann.
Beratung und Qualifikation für 36.000 WienerInnen
Ein Kernelement der Wiener Arbeitsmarktpolitik sind die
Unterstützungsangebote des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds
(waff). Insgesamt werden heuer durch den waff 66,7 Mio. Euro für
arbeitsmarktpolitische Aktivitäten eingesetzt, 8,4 Mio. Euro davon
sind Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF). Mehr als 36.000
WienerInnen können so beim beruflichen Fortkommen durch Information,
Beratung und Förderung unterstützt werden. Die Mittel für die Frauen
und WiedereinsteigerInnenprogramme wurden wegen der stetig steigenden
Nachfrage neuerlich aufgestockt. Insgesamt stehen dafür acht Mio.
Euro zur Verfügung, das sind um 1,4 Mio. mehr als Vorjahr" beschreibt
Brauner die Schwerpunkte des waff für 2011.
Für den Erfolg der Wiener Arbeitsmarktpolitik ist besonders die
Kooperation mit dem AMS entscheidend und von besonderer Bedeutung.
"Die Angebote des waff und die Leistungen des AMS greifen ineinander
und ergänzen sich optimal", so Brauner abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Wolfgang Hassler
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
Tel.: +43(0)1/4000-81845
E-Mail: [email protected]
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