• 01.02.2011, 09:24:18
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Schulhöfe als lebendige Spiel-, Lern- und Bewegungsräume

"Kinder in die Mitte"-Gemeindevernetzungstreffen

Hohenems (OTS/VLK) - Die Schule ist nicht nur ein Ort der
Wissensvermittlung, sondern auch des motorischen und sozialen
Lernens. Auch kindergerechte Schulhöfe tragen als "externes
Klassenzimmer" zur Entwicklung der Kinder und Jugendlichen bei.
Dieses Thema stand kürzlich im Mittelpunkt eines
Gemeindevernetzungstreffens von Kinder in die Mitte - Miteinander der
Generationen in Hohenems.

Die Veranstaltung bot den über 110 Teilnehmenden aus 33 Gemeinden
die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Möglichkeiten der
Gestaltung von Schulfreiräumen zu informieren und den Ideenaustausch
mit anderen Schulen und Gemeinden zu pflegen. Anregungen dazu
präsentierte Robin Wagner von der Kunst-Kultur-Konzeption Stuttgart
(KuKuk) in seinem Vortrag. Kukuk entwirft Außenräume, die mit ihrer
Vielfalt von Klang, Farbe, Symmetrie, Schwingung, Strömung, den vier
Elementen und den Polaritäten der unterschiedlichsten Materialien
alle Sinne des Menschen ansprechen. "Die Kriterien für den Bau der
Spiel- und Freiräume sollen von den Bedürfnissen abgeleitet werden",
sagte Wagner.

Die Erfahrung zeige, dass die Beteiligung von Kindern, Lehrern und
Eltern an der Gestaltung von Spielräumen den Zusammenhalt, die
Lebenserfahrungen und das Verantwortungsgefühl maßgeblich fördert, so
Landesrätin Greti Schmid und Landesrat Siegi Stemer.

Praktische Beispiele gibt es in Vorarlberg schon: Das
Spielraumkonzept von Hohenems wurde durch Gudula Pawelak von der
Stadt Hohenems vorgestellt. Im Rahmen dessen wurde eine Umgestaltung
des Schulhofes der Volksschule Markt geplant. Dabei wurde deutlich,
dass die Einbettung der Volksschule Markt im Ortskern besondere
Gegebenheiten vorlegt. Der Schulhof ist Teil des Stadtzentrums und
soll es auch sein. Der Direktor der Volksschule Markt, Christoph Jagg
stellte die konkrete Planung der Umgestaltung vor, die den
Anforderungen der modernen Pädagogik, der Betreuung, aber auch den
vielfältigen Nutzungen durch die Öffentlichkeit gerecht wird.

Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger stellte dem Publikum das
Konzept von Wolfurt unter dem Motto "Lasst sie raus" vor. In Wolfurt
waren und sind Schulpätze schon immer öffentlich zugänglich. Das
Umfeld wird eingeladen die Plätze zu nutzen. Das Umfeld der VS Mähdle
wurde im Zuge des Umbaus speziell nach den Bedürfnissen aller
Generationen gestaltet. Die integrierte Skateranlage wurde unter
großer Beteiligung von Jugendlichen geplant und umgesetzt. Die
gemeinsam erarbeiteten Nutzungsregeln führen dazu, dass der Platz
angenommen wird und weniger von Vandalismus betroffen ist.

Direktor Jagg brachte es in der Schlussrunde auf den Punkt:
"Kinder sind wichtiger als Autos. Es sollen Plätze für Menschen
geschaffen werden. Hohenems ist hier auf dem richtigen Weg." Die
Anzahl der vertretenen Gemeinden zeigt, dass dies nicht nur für
Hohenems gilt.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
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   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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