- 31.01.2011, 11:20:35
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Moser zu RH-Bericht Skylink: Grüne fordern Einsetzung neuer Vorstände und Teilablöse des Aufsichtsrates
Von Grünen veranlasster Rechnungshofbericht liest sich wie ein Wirtschaftskrimi
Wien (OTS) - "Planungschaos, Kostenexplosion, fehlerhafte
Wirtschaftlichkeitsrechnung, Behördenwillkür, chaotische
Bauabwicklung, parteipolitischer Vorstands-Proporz mit
Unfähigkeitsgarantie, aber astronomische Gehalts- und
Boni-Steigerungen, zahlreiche Verletzungen der (Sorgfalts-)Pflicht -
alle nur möglichen Managementfehler wurden beim größten Bauvorhaben
Österreichs gleichzeitig begangen. Der von den Grünen veranlasste
Rechnungshofbericht liest sich beinahe wie ein Wirtschaftskrimi und
schreit nach neuen Besen/Führungsträgern", erklärt Gabriela Moser,
Abgeordnete der Grünen. "Die Grünen fordern daher neben der
Ausschreibung und Berufung fachlich bestqualifizierter neuer
Vorstände die Teilablöse des überforderten und großzügigen
Aufsichtsrats, der trotz zahlreicher Fehler Gehälter und Boni massiv
erhöhte und Verträge verlängerte", so Moser.
Der Rechnungshof listet penibel auf: Die geschätzten Kosten für das
Bauvorhaben Skylink stiegen zwischen November 2002 und Dezember 2009
von rund 402 Mill. Euro auf rund 830 Mill. Euro um mehr als das
Doppelte an. Maßgeblich waren hierfür kontinuierliche planerische
sowie bauliche Änderungen (Architektur, Planung der Technischen
Gebäudeausrüstung, Gebäudetechnik, Ausbauarbeiten) und daraus
resultierende Mehrkostenforderungen (für Bauzeitverlängerung,
Valorisierung, Behinderung oder Forcierung). Von 2001 an war keine
stabile, durchgängige Projektorganisation gewährleistet. Es fehlten
Ressourcen zur Wahrnehmung der Bauherrenfunktion, vor allem in der
Planungsphase. Wesentliche Leistungen - wie Projektsteuerung,
begleitende Kontrolle und örtliche Bauaufsicht -wurden an externe
Konsulenten vergeben. Durch die Auslagerung der
Bauherrenverantwortung an eine externe Projektleitung entstanden
widersprüchliche und unklare Zuständigkeiten. Darüber hinaus
vervierfachten sich die Kosten der Projektorganisation (von 0,9 Mill.
Euro auf 3,7 Mill. EUR). Die Jahresbruttogehälter und maximal
erreichbaren Bonifikationen wurden mehrmals auch während einer
laufenden Funktionsperiode angehoben. Die maximalen variablen
Bezugsbestandteile stiegen zwischen 1999 und 2006 von 45 Prozent auf
66,7 Prozent des Jahresbruttogehalts.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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