- 28.01.2011, 11:37:08
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ÖGNI: 2011 wird Jahr der Nachhaltigkeit
Erste Zertifikate bereits verliehen / Überwältigende Teilnahme am Bauherrenkongress in Linz

Wien (OTS) - Die Immobilienwirtschaft geht in Richtung
Nachhaltigkeit. Nicht nur aufgrund seiner Präsenz bei den ersten
Fachveranstaltungen und Kongressen des Jahres ist Nachhaltiges Bauen
und Bewirtschaften für ÖGNI-Präsident Philipp Kaufmann Top-Thema des
Jahres 2011. Auch die ersten Zertifizierungen der Österreichischen
Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNI) machen bereits
Schlagzeilen. Erstmals zeichnete die ÖGNI auf der Bau 2011 in München
ein Verwaltungsgebäude in Rumänien aus: das Unternehmen EGGER
erreichte bei der Gebäudezertifizierung nach dem DGNB-System einen
Erfüllungsgrad von 84 Prozent. Zwei Tage später erhielten im Rahmen
des Bauherrenkongresses in Linz auch in Österreich zwei Gebäude eine
DGNB-Zertifizierung: Ausgezeichnet wurden das ETECHCENTER der
E-Holding in Linz sowie das Bürogebäude MARXIMUM von HOCHTIEF
Development Austria in Wien.
Blue Buildings, jene neue Generation an Gebäuden, die in
ökologischer, ökonomischer und sozio-kultureller Sicht höchsten
Anforderungen entsprechen, stehen im Mittelpunkt der Diskussion um
die Zukunft des Bauens. Im Rahmen der Fachmesse Bau in München wurde
mit dem Verwaltungsgebäude des Unternehmens EGGER jetzt erstmals ein
rumänisches Gebäude von der ÖGNI ausgezeichnet. Jana Sprockhoff von
EGGER begründet dieses Engagement wie folgt: "Im Ergebnis hat sich
bestätigt, dass Gebäude besonders nachhaltig sind, wenn sie einen
hohen Dämm- und technischen Standard haben, ihren Energiebedarf aus
erneuerbaren Energien decken und aus dem regenerativen Baustoff Holz
gebaut sind." Durch Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs), die von
unabhängigen Experten bestätigt wurden, konnte EGGER die
Gebäudezertifizierung wesentlich erleichtern. EPDs enthalten als
Ergebnis der Ökobilanz die notwendigen Informationen zu den
Umwelteinwirkungen aus der Produktion und dem End-of-Life-Szenario.
Für die Nutzungsphase liefern sie Informationen in Form von Prüfungen
und Nachweisen wie zum Brandverhalten, zu bauphysikalischen
Eigenschaften wie Wärmedämmung, Akustik und zum Emissionsverhalten zu
Holzwerkstoffen.
Bauherrenkongress 2011: Gesund.Bauen
Rund 200 Experten aus der Immobilienbranche besuchten am 20.
Jänner den vom Bauherrenberater M.O.O.CON und der ÖGNI erstmals ins
Leben gerufenen Bauherrenkongress. Diskutiert wurden die
Notwendigkeiten, der gegenwärtige Stand sowie die mittel- und
langfristige Zukunftsvisionen des nachhaltigen Bauens und
Bewirtschaftens von Gebäuden. Während der gesamten Veranstaltung
wurden Vorträge und Inhalte über Twitter kommuniziert sowie dazu
eingeladen, sich über die Kommunikationsplattform an den
anschließenden Diskussionen zu beteiligen - ein Angebot, dass von
vielen Teilnehmern und Interessierten in Anspruch genommen wurde.
Gesundes Bauen war Schwerpunkt des Vormittags. Im Impulsreferat
von Thomas Belazzi, Geschäftsführer der bau-Xund Forschungs- und
Beratungsgesellschaft, wurde klar, dass die Verwendung alternativer
Baumaterialien nicht nur eine massive Steigerung der Lebensqualität
bedeutet, sondern auch konkret Geld spart. Als Beispiel nannte er
eines der 150 Bauprojekte, die von seinem Unternehmen bauökologisch
begleitet wurden. Beim Bau einer Wohnungsanlage mit 32 Einheiten
konnten 500 Kilogramm Lösungsmittel eingespart werden. Dies entsprach
90 Prozent des Gesamtbedarfs. Und für das Wohlergehen der Menschen
macht es jedenfalls einen Unterschied, ob Klebstoffe, ob
PVC-Materialien, Schwermetalle und organische Lösungsmittel verwendet
wurden oder ob man beim Bau auf alternative Baustoffe gesetzt hat.
"Allergien, Kopfschmerzen und sogar Burnouts können entstehen, wenn
es zum sogenannten Sick-Building-Syndrom kommt" führt Hermann
Jahrmann, Präsident des Baubiologischen Instituts, aus. Frei nach dem
Motto: Zuerst formen wir die Gebäude, dann formen sie uns.
"Der Paradigmenwechsel hin zur Nachhaltigkeit verändert die Bau-
und Immobilienwirtschaft. Dies beginnt zum Beispiel mit der Auswahl
der Baustoffe, bedeutet den Einsatz einer integralen Planung und
verlangt nach Qualitätssicherung, wie z.B. Innenraumluftmessungen",
ergänzt ÖGNI-Präsident Philipp Kaufmann.
Detaillierte Beschreibungen sowie Fotos der zertifizierten Gebäude in
hoher Auflösung finden Sie unter http://www.ogni.at/de/presse/.
Über die ÖGNI
Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige
Immobilienwirtschaft (ÖGNI) ist eine Initiative der österreichischen
Bau- und Immobilienwirtschaft, um Nachhaltiges Bauen und
Bewirtschaften zu etablieren. Der Verein wurde am 29.09.2009 von 125
Gründungsmitgliedern gegründet. Die ÖGNI zertifiziert nachhaltige
Gebäude mit dem internationalen DGNB-System, welches für den
österreichischen Markt adaptiert wurde, und ist Mitglied im World
Green Building Council (WGBC).
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
& Bildmaterial:
wiko
Mag. Helene Fink
mailto:[email protected]
Mobil: +43 (0)699 16020016
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