- 27.01.2011, 12:50:16
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Korosec ad 24-h-Betreuung: Mit Volldampf in die falsche Richtung! Hundstorfer muss Änderungen zurücknehmen!
So werden Pflegebedürftige gegen ihren ausdrücklichen Willen in Scharen in Heime gedrängt.
Wien (OTS) - "So geht das nicht! Still und leise, ohne jegliche
Verhandlung, wurde eine weitere Verschlechterung für Pflegebedürftige
beschlossen. In den Pflegestufen 3 und 4 soll es jetzt die
Unterstützung für 24-Stunden-Betreuerinnen nur noch geben, wenn man
an Demenz leidet. Erfordernis: Ein fachärztliches Gutachten. Folge:
Jene Menschen in Stufe 3 und 4, die ohnehin keine Unterstützung für
mobile Pflege (da liegen sie über den Grenzen) erhalten, bleiben nun
auch bei der Unterstützung für die 24-Stunden-Betreuung
unberücksichtigt und werden dadurch gegen ihren ausdrücklichen Willen
in die Heime gedrängt. Unser Fazit: Mit dieser Entscheidung fährt das
System mit Volldampf in die falsche Richtung. Sozialminister
Hundstorfer muss diese - nicht verhandelten - Änderungen sofort
zurücknehmen", erklärt LAbg. Ingrid Korosec,
Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und
Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes.
Änderung schon wieder auf dem Rücken der Betroffenen!
"Hinsichtlich Pflegekosten stöhnen Gemeinden, Länder und der Bund
unter der steigenden Kostenlast. Dieses Problem ist Erst zu nehmen
und zu lösen. Aber es kann nicht sein, dass Änderungen dauernd auf
dem Rücken der Pflegebedürftigen ausgetragen werden. Im Falle dieser
Änderungen ist es besonders absurd, weil durch die Verdrängung der
Betroffenen in die Pflegeheime sogar drastische Mehrkosten zu
erwarten sind", beschreibt Korosec die inakzeptable Situation.
Sie fordert den Sozialminister abschließend auf, nun konkrete
Schritte zu setzen: "Es ist der Pflegefonds zu dotieren und es müssen
gleichzeitig bundesweit einheitliche Lösungen gefunden werden, die
eines garantieren: Menschenwürdige Pflege in ganz Österreich. Hilfe
für all jene, die uns so dringend brauchen. So kann es jedenfalls
nicht weitergehen! Sozialminister Hundstorfer ist dazu aufgerufen,
jetzt seine Verantwortung gegenüber den Menschen wahrzunehmen!"
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler,
Tel.: 0650-581-78-82,
mailto:[email protected]; www.seniorenbund.at
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