- 27.01.2011, 12:19:25
- /
- OTS0155 OTW0155
Diskussion um Donauprojekt: Wer über Schifffahrt spricht, sollte Beteiligte miteinbeziehen!
Wirtschaft fordert mehr Transparenz und Moratorium des geplanten Projektes bei Bad-Deutsch Altenburg
Wien (OTS/PWK047) - Derzeit sorgen Maßnahmen im Rahmen des
Naturversuchs Bad-Deutsch Altenburg an der Donau für Diskussionen.
Viel wird darüber debattiert, ob der Umweltschutz - womöglich
zugunsten der Schifffahrt - außer Acht gelassen wird. Dabei ist der
Naturversuch Teil des Flussbaulichen Gesamtprojektes (FGP), dessen
oberstes Ziel die Verbesserung der Fahrverhältnisse auf der Donau
unter Einhaltung aller notwendiger ökologischer Bedürfnisse ist.
"Doch weder die Umweltorganisationen noch die Nutzer und
Leistungsträger - die Schifffahrtsunternehmen vertreten durch die
Berufsgruppe Schifffahrt in der WKÖ - werden bei der Konzeption des
Naturversuchs ausreichend eingebunden", kritisiert Wolfram Mosser,
Berufsgruppenobmann Schifffahrt in der Wirtschaftskammer Österreich.
Dies zeigt auch der gestern, Mittwoch, von der planenden
Gesellschaft via donau abgehaltene Runde Tisch, zu dem Vertreter der
Schifffahrt nicht einmal eingeladen waren. Umweltorganisationen sind
dem Runden Tisch ihrerseits ferngeblieben, weil sie - ebenso wie die
Schifffahrt - umfassende und transparente Informationen über den
Naturversuch vermissen.
Jetzt sei zu befürchten, dass entgegen den Hauptintentionen des
FGP-Projektes weder ein Konsens mit den Umweltorganisationen, noch
verbessernde Maßnahmen für die Schifffahrt verwirklicht würden, warnt
Mosser. "Durch die geplanten Maßnahmen wie Uferrückbau,
Buhnenentfernung und Kiesbeigabe während der Baumaßnahmen kann es zu
einer dramatischen Verschlechterung der Bedingungen für die
Schifffahrt kommen. Das haben bereits Erfahrungen aus dem Uferrückbau
bei Witzelsdorf gezeigt".
Das Flussbauliche Gesamtprojekt dient der Verbesserung der
gewässerökologischen Situation des Nationalparks Donauauen. Die
Schifffahrt sieht ihre Position in der hohen Umweltverträglichkeit
und steht für eine nachhaltige Nutzung der Donau. Aus diesem Grunde
unterstützt sie die Maßnahmen des Nationalparks.
Mosser: "Wir appellieren daher an die via donau, alle Maßnahmen
sofort zu stoppen und gemeinsam mit allen Nutzern und
Leistungsträgern an den Verhandlungs- und Planungstisch
zurückzukehren". (PM)
Rückfragehinweis:
Berufsgruppe Schifffahrt Mag. Paul Blachnik Tel: 05 90 900-3170 Fax: 05 90 900-283 E-Mail: [email protected] http://wko.at/bus-luft-schiff
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK






