- 27.01.2011, 10:27:19
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AK verlangt mehr Klarheit bei Infos über Fondspolizzen
Wertnachrichten der Versicherungen sind für Konsumenten lückenhaft
Wien (OTS) - Fondsgebundene Lebensversicherungen sind der AK
Konsumentenberatung ein Aufreger. Verluste bei den laufenden
Verträgen, fehlende Kosten und schlecht verständliche Wertnachrichten
sind die häufigsten Ärgernisse. Die AK hat fünf Beschwerden
analysiert: mangelhaft und unverständlich - so offenbaren sich den
Konsumenten die Wertnachrichten der Versicherer über ihre
Fondspolizzen. Wie es gerade um die Lebensversicherung steht, weiß
man eigentlich nicht so genau. Daher verlangt die AK bessere
Informationen: Die Wertnachrichten müssen klar, aussagekräftig und
übersichtlich sein.
"Die Versicherung muss dem Kunden einmal im Jahr Wertnachrichten
über seine fondsgebundene Lebensversicherung schicken. Dazu ist sie
laut Gesetz verpflichtet", sagt die Leiterin der AK
Konsumentenpolitik Gabriele Zgubic. Darin muss der Wert der
Fondsanteile (fondsgebundene Lebensversicherung) oder die
Wertentwicklung des Bezugswertes (indexgebundene Lebensversicherung)
stehen.
Die AK hat die Wertnachrichten von fünf Beratungsfällen fünf
unterschiedlicher Versicherungen unter die Lupe genommen und die
Konsumenten umfassend befragt. Dabei zeigt sich: Die Wertnachrichten
bieten nicht genug Informationen um zu verstehen, wie es um den
Vertrag steht. Es fehlen Angaben, wie viel von der Prämie wirklich in
den Fonds investiert und welche Kosten verrechnet wurden. Die
Befragten bemängeln generell unverständliche Aussagen, unnötige
Werbefloskeln sowie Zahlen und Tabellen ohne erkennbaren Bezug zum
Vertrag. Im Detail fallen die Auskünfte über die Anzahl der neu
zugekauften Fondsanteile unter den Tisch. Es gibt keine Angaben über
die Performance der Fonds, die dem Vertrag zu Grunde liegen. Als
Manko nehmen die Versicherungsnehmer auch wahr, dass es keinen
Vergleich der Kursentwicklung des gewählten Fonds mit einem
Referenz-Index oder Benchmark gibt. Alle Befragten sagen einhellig:
Sie lesen die Wertnachrichten regelmäßig und wollen profund
informiert werden.
So wünschen sich die Konsumenten genauere und klarere Angaben von
der Versicherung, beispielsweise Informationen, wie viel von ihrer
Prämie pro Monat veranlagt wird, wie sich der Fonds entwickelt, wie
er veranlagt ist, einen Rückkaufswert, einen Vergleich der
veranlagten Prämie zum Fondswert, eine Performance seit
Vertragsbeginn, Kostenanteile des Fonds, für Laien lesbare Angaben,
keine Werbefloskeln.
"Es kann nicht sein, dass Konsumenten Mitteilungen erhalten, mit
denen sie nichts anfangen können", so Zgubic. Daher will die AK
klare, verständliche Wertnachrichten (einmal jährlich) mit allen
nötigen Infos in übersichtlicher Form. Die Wünsche der Konsumenten
nach Transparenz der Kosten und Wertentwicklung des zu Grunde
liegenden Fonds sollen in den Wertnachrichten berücksichtigt werden.
Dafür müssen die Versicherer sorgen. "Außerdem sollen die
Versicherungsvermittler ihre Kunden sorgfältig beraten", will Zgubic.
"Die Beschwerden in der AK zeigten, dass die Kunden zu wenig über das
Produkt Fondspolizze wissen, etwa über Risiken und Kostenanteile im
Vertrag.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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