• 26.01.2011, 17:23:06
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Sozialdemokratische Freiheitskämpfer/innen zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

Wien (OTS/SK) - Vor 66 Jahren, am 27.Jänner 1945, wurde das
Konzentrationslager Auschwitz, das ein Symbol für den Massenmord vor
allem an den Juden, Roma und Sinti und an den politischen Gegnern des
NS-Regimes geworden ist, von den Truppen der sowjetischen Armee
befreit. Zur Erinnerung und zur Mahnung an die Verbrechen des
Hitlerfaschismus wird dieser Tag in der Welt als "Internationaler
Holocaust Gedenktag" begangen. ****

Jene Überlebenden, die damals den Gaskammern entkommen sind, haben
Zeugnis abgelegt über die Gräuel des nationalsozialistischen
Völkermordes. Viele andere Konzentrationslager wurden im Verlaufe des
Frühjahrs 1945 von den alliierten Truppen befreit, womit die ganze
Palette der Nazi-Verbrechen offengelegt wurde. Viele
Reichsangehörige, die damals in der Nähe dieser Konzentrationslager
gelebt haben, haben angeblich von diesen Verbrechen nichts gewusst.
Die Propaganda der Nazis verkündete nämlich, dass es sich bei den in
die KZs Deportierten um Kriminelle handelt. Wenn dies auch
unglaubwürdig war, glaubten viele gerne daran.

Die Überlebenden der Konzentrationslager und die Opferverbände haben,
soweit es ihnen ermöglicht wurde, in den Jahrzehnten nach der
Befreiung Aufklärungsarbeit geleistet. Heute sind nur mehr wenige
Überlebende unter uns und deshalb ist es zu begrüßen, dass junge
Menschen gemeinsam mit ihnen sich in vernetzten Lagergemeinschaften,
Opferverbänden und in wissenschaftlichen Institutionen um die weitere
Aufarbeitung der Wahrheit bemühen.

Bereits im Jahre 2009 haben die heute schon wenigen Überlebenden
einen internationalen Aufruf unter dem Titel: "Erinnerung bewahren -
Authentische Orte erhalten - Verantwortung Übernehmen"
veröffentlicht. Ein kurzer Auszug daraus:

"Unsere Reihen lichten sich. In allen Instanzen unserer Verbände, auf
nationaler wie internationaler Ebene, treten Menschen an unsere
Seite, um die Erinnerung aufzunehmen: Sie geben uns Vertrauen in die
Zukunft, sie setzen unsere Arbeit fort. Der Dialog, der mit uns
begonnen wurde, muss mit ihnen fortgeführt werden. Für diese Arbeit
benötigen sie die Unterstützung von Staat und Gesellschaft.

Die letzten Augenzeugen wenden sich an Deutschland, an alle
europäischen Staaten und die internationale Gemeinschaft, die
menschliche Gabe der Erinnerung und des Gedenkens auch in der Zukunft
zu bewahren und zu würdigen. Wir bitten die jungen Menschen, unseren
Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und
tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus,
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz
haben sollen."
(Das Vermächtnis in voller Länge ist unter www.freiheitskaempfer.at
abrufbar.)

Diesem Vermächtnis der Überlebenden schließt sich der Bund
Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und
aktiver Antifaschist/inn/en, der der Arbeitsgemeinschaft der
KZ-Verbände und Widerstandskämpfer Österreichs angehört, an.

Es geht konkret darum, dem heute noch oder wieder schon grassierenden
Antisemitismus, der sich oft auch unter der Flagge eines diffusen
Antizionismus zeigt, energisch entgegenzutreten. Und es geht darum,
Rassismus in allen Formen, die sich in unserer Gesellschaft zeigen,
zu bekämpfen. Besonders wichtig ist die Eindämmung des neuen
Internetfaschismus, der das alte Nazigift für die Gegenwart
aufmischen will. Wir sind in unserem Kampf eins mit allen
demokratisch gesinnten Menschen, die nicht wollen, dass die
Vergangenheit uns wieder einholt. (Schluss) up/sv

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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