- 26.01.2011, 14:23:32
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Grünewald zu Karl: Wiedereinführung von Studiengebühren löst finanzielle Probleme der Unis nicht
Karl muss ihre Verantwortung als Wissenschaftsministerin endlich wahrnehmen und darf Hochschulbereich nicht länger kaputtsparen
Wien (OTS) - Heftige Kritik am heute von Wissenschaftsministerin
Karl vorgelegten 'Drei-Säulen-Modell' zur Wiedereinführung von
generellen Studiengebühren übt der Wissenschaftssprecher der Grünen,
Kurt Grünewald. "Die Wiedereinführung von Studiengebühren löst die
finanziellen Probleme der Universitäten nicht. Es ist mehr als naiv
zu glauben, Studierende könnten mit ihren Beiträgen die
Unterdotierung von Lehre und Forschung wettmachen", so Grünewald und
weiter: "Die finanzielle Belastung für Studierende ist bereits jetzt
enorm. Karl sollte ehrlich sein und zugeben dass, um quantitativ und
qualitativ auf ein europäisches Niveau von Studienbeihilfen zu
kommen, vom Bund ein Mehrfaches der eingenommenen Studiengebühren
investiert werden müsste und das wird wohl nie passieren. Wenn von
280.000 Studierenden nach Karls Aussagen 190.000 Studienbeiträge
zahlen und von diesen 23.000 durch ihr vorgeschlagenes Modell
profitieren würden, scheint hier nicht wirklich soziale
Treffsicherheit gewährleistet zu sein - von einem Aufholprozess
verglichen mit anderen EU-Staaten ist schon gar nicht zu reden".
"Das Jahr 2011 zum Jahr der Bildung zu erklären zeugt angesichts der
gleichzeitigen Budgetkürzungen und der Gefahr, dass tausende von
Studierenden im Herbst vor verschlossenen Türen stehen werden, da es
den Unis und Fachhochschulen an den notwendigen Ressourcen mangelt,
von besonderer Chuzpe", meint Grünewald.
Verwundert zeigt sich der Wissenschaftssprecher auch von der
Ankündigung eines Hochschulplans für 2011: "Heißt das, dass in den
letzten Jahren Politik ohne Plan und Strategie gemacht wurde? Dann
verwundert es nur mehr wenig, dass Karl der Frage, wie man mit
weniger Geld besser forschen und breiteren Schichten den
versprochenen Zugang zu höherer Bildung ermöglichen will, konsequent
aus dem Weg geht". Grünewald fordert Karl auf, ihre kurzsichtige
Sparpolitik endlich aufzugeben und ihre Verantwortung als
Wissenschaftsministerin endlich wahrzunehmen.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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