• 26.01.2011, 13:44:09
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VP-Korosec: Kritische Stimmen der AKH-Mitarbeiter werden durch Maulkorbbeauftragten unterdrückt

Gesundheitsstadträtin lässt Mängelliste im Gesundheitsbereich länger und länger werden

Wien (OTS) - Empört zeigt sich die Gesundheitssprecherin der ÖVP
Wien, LAbg. Ingrid Korosec, im Rahmen der heutigen Debatte des Wiener
Gemeinderates über die Realitätsverweigerung der zuständigen
SP-Gesundheitsstadträtin zur Vielzahl der Probleme im Wiener AKH bzw.
generell im Wiener Krankenanstaltenverbund.

Die Wiener SPÖ halte nach wie vor an ihrer Taktik des Mauerns und des
Totschweigens fest. "Es ist beschämend, dass gerade die
Sozialdemokratie, die sich die Arbeitnehmerrechte seit Jahrzehnten
auf die Fahnen schreibt, kritische Stimmen der engagierten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im AKH mit einem Verhaltenskodex und
der Einsetzung eines Transparenzbeauftragten gezielt unterdrücken
will", kritisiert Korosec und verweist auf die Tradition der
Maulkorberlässe im KAV. So wurde etwa engagierten Hebammen, die
täglich hervorragende Arbeit leisten, im September 2010 von der
Klinikleitung des AKH ein Redeverbot erteilt, damit die
Öffentlichkeit nicht zu viele Details erfahre.

Es sei kein Geheimnis, dass es im AKH seit Jahren massive Probleme
bei der Nachbesetzung von Dienstposten gebe, nicht nur bei den
Hebammen, sondern auch auf der Frühgeborenenstation oder bei den
Pflegefachkräften an der Kinderklinik. Es sei jedoch völlig
inakzeptabel, dass die ressortverantwortliche Stadträtin die
Spitalsführung nicht stärker in die Pflicht nehme und auf Umsetzung
von Verbesserungsmaßnahmen dränge. Die Methode, Hilferufe von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch Einsetzung eines
Transparenzbeauftragten abzuwürgen, sei völlig inakzeptabel, erklärt
die VP-Gesundheitssprecherin.

Wichtige Auftragsvergaben werden Gemeinderat nicht vorgelegt

In Bezug auf die korrupten Vorgänge rund um die Auftragsvergabe im
Wert von 50 Millionen Euro an eine Reinigungsfirma erklärt Korosec,
dass es völlig unverständlich sei, warum dieser Akt dem Wiener
Gemeinderat nicht zur Genehmigung vorgelegt worden sei. Korosec:
"Hier sind Aktionen durchgeführt worden, die man eigentlich nur als
Mafiamethoden bezeichnen kann." Konkret kritisiert die VP-Abgeordnete
den Umstand, dass in der Wirtschaftsabteilung des AKH Mitarbeiter
beschäftigt waren, die gleichzeitig für jene Firma gearbeitet haben,
die den Großauftrag zur Erbringung der Reinigungsleistungen
letztendlich bekommen hat. "Das ist kann doch kein Zufall sein", so
Korosec.

Planlose Einsparungen bei Turnusstellen und ärztlichem
Personal sind abzulehnen

Die derzeitigen Überlegungen zur Einsparung von Turnusstellen im
Wiener Krankenanstaltenverbund werden von der
VP-Gesundheitssprecherin heftig kritisiert. "Die KAV-Führung agiert
hier völlig planlos, denn obwohl man weiß, dass Einsparungen bei den
Turnusärztinnen und Turnusärzten mehr Arbeit für Assistenz- und
Oberärzte bedeuten, die dann weniger Patienten betreuen können, wird
dieses Vorhaben brutal durchgezogen."

Die Gesundheitsstadträtin sei daher einmal mehr dazu aufgefordert,
durch engagiertes und vor allem zügiges Handeln die "offenen
Baustellen" in ihrem Ressort abzubauen. Die ÖVP Wien werde
selbstverständlich immer wieder auf die Probleme hinweisen. "Ich
hoffe, dass wir dann endlich von einer Baustellenpolitik zu einer
effizienten Gesundheitspolitik gelangen, denn das erwartet sich die
Bevölkerung von einer Wiener Stadtregierung", so Korosec
abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
mailto:[email protected]

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