- 26.01.2011, 12:39:34
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SJ ad Karl: Vermögenssteuer statt Studiengebühren
Finanziellen Druck auf Studierende nicht weiter erhöhen - Nicht während des Studiums zur Kasse bitten, sondern danach
Wien (OTS) - Eine deutliche Abfuhr erteilt Wolfgang Moitzi,
Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, dem heutigen Vorschlag von
Wissenschaftsministerin Karl nach Wiedereinführung der
Studiengebühren: "Dieser Vorschlag ist mit aller Schärfe abzulehnen,
er würde den finanziellen Druck auf Studierende weiter erhöhen." Die
ÖVP betreibe eine StudentInnen-Vertreibungspolitik: "Der ÖVP geht es
um die Wiedererrichtung der Ordinarienuniversität. Nur die Kinder der
Reichen sollen sich künftig ein Studium leisten können." Bereits
jetzt arbeiten über 60 Prozent der Studierenden nebenbei in meist
prekären Jobs, um über die Runden zu kommen. Nun müsse es endlich
darum gehen, die miserable Lage der Studierenden zu verbessern.
Mit der Kürzung der Bezugsdauer der Familienbeihilfe habe die ÖVP
ohnehin schon eine im Volumen deutlich stärker wiegende
Wiedereinführung der Studiengebühren durch die Hintertür erwirkt.
Grundsätzlich kann sich Moitzi Studiengebühren vorstellen, allerdings
in Form höherer Besteuerung der Spitzeneinkommen: "Menschen, die
aufgrund ihres Studiums bessere Jobs erlangen, sollen durchaus mehr
zur Kasse gebeten werden. Allerdings nicht während ihrer Studienzeit,
der Zeit der finanziellen Engpässe, sondern später mittels höherer
Spitzensteuersätze und Vermögenssteuern."
Rückfragehinweis:
Sozialistische Jugend Österreich
Boris Ginner
SJ-Pressesprecher
Tel.: +43 664 / 560 49 87
mailto:[email protected]
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