• 26.01.2011, 11:04:09
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ÖH Uni Wien: Befreiung von Auschwitz jährt sich zum 66. Mal

Befreiungs- und Gedenkkundgebung am 27.1. um 18.00 Uhr

Wien (OTS) - Die Befreiung des Konzentrations- und
Vernichtungslagers Auschwitz jährt sich heuer zum 66. Mal. Am 27.
Jänner 1945 befreiten SoldatInnen der Roten Armee das Konzentrations-
und Vernichtungslager Auschwitz. Das Erinnern an die industrielle
Massenvernichtung kann nicht genug sein. Es müssen zudem die
Bedingungen, die den Holocaust erst möglich gemacht haben,
grundlegend verändert werden.

Immer noch werden Jahr für Jahr jene Stimmen laut, die nichts von der
systematischen Ermordung gewusst haben wollen oder den Holocaust in
Frage stellen. Auch der Mythos, Österreich sei erstes Opfer des
Nationalsozialismus gewesen, ist noch immer stark in den Köpfen
verankert. So war allerdings schon in den 1920ern die Universität
Wien eine Hochburg für Antisemitismus - Antisemitismus und das Gefühl
der Überlegenheit Juden und Jüdinnen gegenüber waren in der
österreichischen Gesellschaft vor 1938 Grundkonsens. Die enge
Verbindung zwischen Wissenschaft und Antisemitismus ist bisher nicht
genügend thematisiert worden. So überdauerten viele Theorien und
"Forschungsergebnisse" von antisemitischen und
nationalsozialistischen "WissenschafterInnen" den zweiten Weltkrieg
und wurden auch danach noch gelehrt und vertreten.

Antisemitismus ist heute noch stark in unserer Gesellschaft
vertreten, im linken Lager genauso, wie in der bürgerlichen Mitte bis
hin zu rechtsextremen Bünden. So findet beispielsweise trotz starker
Proteste jährlich der WKR-Ball in der Wiener Hofburg statt, bei dem
Vertreter rechter Männerbünde aus verschiedensten Ländern ihre
Ideologie in den Prunkräumen der Hofburg offen zur Schau stellen
dürfen.

Gemeinsam mit der Jüdischen HochschülerInnenschaft, der IKG und dem
Verein Gedenkdienst lädt die ÖH Uni Wien ein, sich an der Gedenk- und
Befreiungskundgebung zu beteiligen:

Donnerstag, 27. Jänner
18:00-19:30 Uhr
Judenplatz, 1010 Wien

Rückfragehinweis:

ÖH Uni Wien - Öffentlichkeitsarbeit
   mailto:presse@oeh.univie.ac.at
   http://www.oeh.univie.ac.at/
   
   Johanna Pisecky: 0680 20 80 370
   Lucia Bischof: 0676 97 18 993

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHW

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