• 26.01.2011, 10:13:41
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Mikl-Leitner: Sozialminister Hundstorfer drängt 24-Stunden-Betreuung wieder in die Illegalität

Bis zu 1.000 Menschen werden keine Förderung mehr bekommen

St. Pölten (OTS/NÖI) - Nachdem bei der letzten Konferenz der
Landessozialreferenten im November 2010 die Verlängerung der
Förderung für die 24-Stunden-Betreuung beschlossen und gesichert
werden konnte, hat nun Minister Hundstorfer in einer Nacht und
Nebel-Aktion den Förderzugang aus völlig unerklärlichen Gründen
erschwert. So hat der Minister angekündigt, dass für Antragsteller
der Pflegestufen 3 und 4 künftig ein fachärztlicher Nachweis von
Demenz erbracht werden muss. Wird er nicht erbracht, gibt es keine
Förderung. "Mit einem Schlag würden 1.000 Menschen die Förderung für
die 24-Stunden-Betreuung wieder verlieren und würden in die
Pflegeheime verdrängt werden", ist Soziallandesrätin Mag. Johanna
Mikl-Leitner über den Alleingang des Sozialministers empört.

So ist gerade die 24-Stunden-Betreuung ein großes Anliegen aller
Beteiligten. Wir wissen, dass es der größte Wunsch von 85 Prozent der
älteren Menschen ist, so lange wie möglich zu Hause zu bleiben. Und
zum zweiten wissen wir auch, dass die 24-Stunden-Betreuung auf Dauer
gesehen viel günstiger ist, als die Betreuung in einem Pflegeheim.
Welchen Irrtümern der Sozialminister mit seiner jüngsten Aktion
aufsitzt ist für mich daher nicht nachvollziehbar, so Mikl-Leitner.

Sollten die Pläne des Sozialministers realisiert werden, bleiben
den Menschen nur zwei Möglichkeiten: Entweder greifen sie wieder zu
illegalen Betreuungen oder sie werden die Aufnahme in einem
Pflegeheim anstreben. Beides kann nicht unsere Absicht sein, sondern
läuft allen unseren Bestrebungen entgegen.

Für mich ist diese Maßnahme völlig unverständlich, betont
Mikl-Leitner. Ich erwarte von Minister Hundstorfer, dass er diese
Anweisung umgehend zurücknimmt.

Rückfragehinweis:
Volkspartei Niederösterreich, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 02742/9020 DW 141
www.vpnoe.at

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