• 23.01.2011, 11:11:21
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GÖD-Bundesheergewerkschaft ruft Verteidigungsminister Norbert Darabos zur "Abrüstung bei seiner Wortwahl" auf

Waldner: "Alle Fakten müssen auf den Tisch!

Wien (OTS) - Die GÖD-Bundesheergewerkschaft unter ihrem
Vorsitzenden Wilhelm Waldner ist über die derzeitige Entwicklung rund
um die Wehrpflichtdebatte entsetzt und ruft Verteidigungsminister
Norbert Darabos dringend zur Besonnenheit auf. "Verteidigungsminister
Norbert Darabos ist dringend aufgerufen, endlich wieder zu seriöser
Sacharbeit zurückzukehren. Jedenfalls ist die offene Drohung der
Absetzung von Generalstabschef Mag. Edmund Entacher nicht
kommentarlos hinzunehmen! Diese Art der effekthaschenden Politik
trägt nur zur weiteren Verunsicherung der Bediensteten des
Bundesheeres und der Truppe bei: General Entacher ist einer der
versiertesten und auch ein in der Truppe uneingeschränkt akzeptierter
Offizier, so geht man jedenfalls nicht mit Menschen um. Ich fordere
den Verteidigungsminister Norbert Darabos dringend zur Abrüstung
seiner Worte auf", erklärte heute der Vorsitzende der
GÖD-Bundesheergewerkschaft Wilhelm Waldner.

Die GÖD-Bundesheergewerkschaft werde nun auch das Gespräch mit
Generalstabschef Edmund Entacher suchen. "Es ist natürlich sehr
überraschend, dass sich nun herausstellt, dass das von Bundesminister
Darabos vorgestellte Berufsheermodell offensichtlich auf unkorrekten
Berechnungen einiger weniger Offiziere im Generalstab beruht. Dieses
Modell ist offensichtlich nicht mit dem Chef des Generalstabes
abgestimmt bzw. von diesem freigegeben. Es kann nicht angehen, dass
einige wenige Generalstabsoffiziere der zweiten Reihe dem
Verteidigungsminister mit offensichtlich nicht belegbaren Modellen
die Mauer machen und dabei auf das Gros der Bundesheerangehörigen und
der Bediensteten der Heeresverwaltung pfeifen. Jetzt müssen zunächst
die wahren Fakten auf den Tisch", so Waldner weiter.

General Mag. Edmund Entacher ist jedenfalls ein Soldat, der auch
in schwierigen Zeiten großen Mut beweist und verdient unsere
Hochachtung für diese klaren Worte. "Anstatt diese ehrliche
Diskussion jedoch zuzulassen und die Meinung des höchsten Soldaten
der Republik ernst zu nehmen, droht Verteidigungsminister Darabos
diesem nun offen mit seiner Ablöse - gerade jenem General, den er
selbst in dieser höchsten Funktion des Bundesheeres eingesetzt hat
und der ihm immer treu gedient hat. So geht man mit verdienten
Offizieren nicht um", so Waldner. Die GÖD-Bundesheergewerkschaft ruft
daher alle Beteiligten, allen voran Verteidigungsminister Norbert
Darabos, ausdrücklich dazu auf, sich ihrer hohen Verantwortung
gegenüber diesem Staat und seiner Bevölkerung und natürlich auch
gegenüber den Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen
Bundesheeres bewusst zu sein und auch eine sachliche Diskussion über
dieses Thema zuzulassen. "Denn einen Volksentscheid zu fordern, der
Bevölkerung jedoch nur unvollständige oder vielleicht sogar bewusst
unrichtige Informationen geben zu wollen, entspricht nicht dem
allgemeinen Demokratieverständnis der Österreicherinnen und
Österreicher - schon gar nicht, die Meinungen anderer nicht
zuzulassen!", so Waldner abschließend.

Rückfragehinweis:
Wilhelm Waldner, Vorsitzender
GÖD / Bundesheergewerkschaft
Tel.: +43 (1) 310 02 23
Mobil: + 43 (0) 664 622 1262

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