• 21.01.2011, 11:32:31
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Grünewald zu Karl: Versagen beim Budget, Versagen bei Studienberatung

Karls Vorschlag zu Ärztinnenausbildung durchschaubares Ablenkungsmanöver

Wien (OTS) - "Wissenschaftsministerin Karl hat beim Budget
versagt, nun versagt sie auch bei der Studienberatung", reagiert der
Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, nachdem bekannt
wurde, dass die erst vor wenigen Tagen angekündigte verpflichtende
Beratung für SchülerInnen über die Studienwahl doch nicht im
Wintersemester 2011 eingeführt werden soll, sondern erst ein Jahr
später.
"In die wenig effektive Inseratenkampagne zur Bewerbung von
technisch-naturwissenschaftlichen Fächern hat die
Wissenschaftsministerin 500.000 Euro investiert. Für eine
qualitätsgesicherte Beratung der Studierenden fehlt ihr nun aber das
Geld - und im Übrigen auch die Ideen", kritisiert Grünewald und
meint: "Vollmundige Ankündigungen haben wir mehr als genug gehört.
Diese haben sich stets als leere Sprechblasen entpuppt, damit muss
endlich Schluss sein."

Um die Treffsicherheit der Studienwahl zu verbessern bedarf es einer
Reform: So sollte es etwa die Möglichkeit geben, in der Oberstufe von
Gymnasien spezifische Fächerbündel zu wählen. Zudem sollen in den
letzten Klassen HochschullehrerInnen jeweils für eine Woche
unterrichten und so über ihre spezifischen Fachstudien informieren.
Schnupperwochen an Unis und Fachhochschulen sollen ebenso organisiert
werden.
"Beratung ist als Kontinuum zu sehen", erklärt Grünewald und stellt
die Vorgehensweise, punktuelle Testverfahren in wenigen Stunden über
den weiteren Lebensweg junger Menschen entscheiden zu lassen, in
Frage. "Entscheidend wird sein, dass sich bei der Studienwahl
Neigung, Interessen und Talent möglichst breit überlappen. Hier zu
investieren lohnt sich. Was wir derzeit aber erleben, sind
undurchdachte Schnellschüsse, deren Lebensdauer den Sternspritzern am
Christbaum ähnelt", meint Grünewald und weiter: "Wenn Ministerin Karl
nun noch den PatientInnen ÄrztInnen nach nur zwölfmonatiger
Praxiszeit als AllgemeinmedizinerInnen serviert, dann ist das ein
wirklich durchschaubares Ablenkungsmanöver von den zahlreichen
Baustellen, die sie im Hochschulbereich zu verantworten hat".

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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