- 20.01.2011, 11:25:33
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Gesundheitsberufe fördern innovative Projekte
Schüler und Studenten für zukunftsweisende Gesundheitsprojekte ausgezeichnet - Kreativität und Nachhaltigkeit im Fokus
Wien (OTS) - Unter dem Motto "Berufe mit Zukunft - Zukunft im
Beruf" hat die österreichische Gesundheitsberufekonferenz am Mittwoch
im Rahmen des ersten Kongresses der Gesundheitsberufe erstmals einen
Förderpreis vergeben. Voraussetzung für die Prämierung der
eingereichten Projekte war ein Fokus auf Gesundheitsförderung
insgesamt oder auf Einzelbereiche der Prävention speziell bei
Jugendlichen. Das Rennen machte schließlich das Projekt
"Schulsanitätsdienst" des Wiedner Gymnasiums; als Belohnung gab es
neben einer Urkunde auch 1.000 Euro. Überreicht wurde der erste
Preis vom Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, Walter
Dorner.
"Das innovative Projekt weist auf die Eigenverantwortung für
Gesundheit hin und nimmt auf zielgerichtetes Handeln Bezug",
begründete die Jury ihre Entscheidung. Kern des Projekts ist die
Einrichtung eines Sanitätsdienstes am Wiedner Gymnasium unter
Einbindung der Schülerinnen und Schüler. Derzeit sind 23 Schülerinnen
und Schüler als SchulsanitäterInnen aktiv; sie haben einen
Erste-Hilfe-Kurs absolviert und werden zusätzlich für
unterschiedliche Notfälle ausgebildet - so gibt es
Fortbildungseinheiten zu Brandschutz, Akupressur oder
Katastrophenschutz sowie Workshops zu den Themen Suchtprävention und
Zivilcourage. Ziel ist es nach Angaben von Projektleiterin Angela
Ransdorf, die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler zu
stärken. "Die jungen Menschen sollen lernen, im Ernstfall ruhig zu
bleiben und besonnen das Richtige zu tun. Sie sollen auch lernen, ein
offenes Auge und Ohr für Notfälle zu entwickeln", erklärte Ransdorf
bei der Preisverleihung.
Den zweiten Preis in Form von Reisegutscheinen gewann das
Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe Innsbruck. Mit einer
umfassenden Dokumentation hatten sich sechs Schülerinnen des ersten
Ausbildungsjahres für Kinder- und Jugendlichenpflege intensiv mit dem
Thema Drogen auseinandergesetzt - angefangen bei der Definition von
Drogen und Sucht bis hin zu Interviews mit einem Betroffenen sowie
einem Allgemeinmediziner, das alles in filmischer Form. Das Urteil
der Jury: "Dieses Projekt zeigt durch seinen informativen und
multidisziplinären Ansatz die komplexen Perspektiven der
Gesundheitsberufe auf. Darüber hinaus wird die Thematik
zielgruppenspezifisch aufbereitet." Motivation für die sechs jungen
Frauen, sich mit Drogenprävention zu befassen, war der Umstand, dass
Schülerinnen und Schüler einer sechsten Gymnasiumsklasse zwar über
Drogen, nicht aber über Prävention Bescheid wussten.
Mit Gesundheitsprävention bei Volksschülerinnen und -schülern
befasste sich schließlich das drittplatzierte Projekt "Grips statt
Chips", das von der Austrian Medical Students Association (AMSA)
eingereicht wurde. Im Fokus steht die altersadäquate Gestaltung von
Unterrichts- und Sportstunden zu Gesundheitsthemen in der
Volksschule, sodass bereits die Kleinsten für Gesundheitsthemen
sensibilisiert werden und die Entstehung zivilisationsbedingter
Krankheiten so verhindert werden kann. (sl)
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
Mail: [email protected]
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