• 20.01.2011, 09:10:20
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  • OTS0028 OTW0028

Pflegegeld gehört endlich valorisiert

Pflegefonds löst nicht das Problem der Pflege zu Hause

Wien (OTS) - Bei Klaus Voget, Präsident des ÖZIV und der ÖAR lösen
die momentanen politischen Versprechungen zum Thema "Schaffung eines
Pflegefonds" Kopfschütteln aus. "Es ist schon erstaunlich, wie lange
man realitätsverweigernd öffentlich agieren kann, um dann plötzlich
wieder einmal aus der Hüfte schießend eine Teillösung als die einzig
mögliche Variante zu präsentieren."

Behindertenorganisationen weisen seit vielen Jahren darauf hin,
dass das Aushungern des Geldleistungssystems logischerweise
Auswirkungen auf den Sachleistungsbereich haben muss. Auf gut
deutsch: wenn es sich eine hilfs- und pflegebedürftige Person nicht
mehr leisten kann, ihren Bedarf im eigenen Umfeld abzudecken, dann
muss sie sich in die institutionelle Pflege begeben. Die wenigsten
Betroffenen machen das mit Freude und freiwillig!

Sachleistung teurer als Geldleistung

"Es wäre nun höchste Zeit für eine Schubumkehr" meint Voget
nachdenklich. "Wenn weiterhin den ausufernden Begehrlichkeiten der
Länder nachgegeben wird, ist es ganz klar, dass das System nicht
weiter finanzierbar ist."

Es wäre also ein Gebot der Stunde, endlich den Forderungen der
behinderten Menschen und ihrer Organisationen Gehör zu schenken. Um
auch als pflegebedürftiger Mensch möglichst lange für sich selbst
sorgen zu können ist es unbedingt erforderlich, das Pflegegeld nun
endlich einer Wertanpassung zu unterziehen. Der Kaufpreisverlust seit
der Einführung dieses Systems im Jahre 1993 beträgt mittlerweile rund
25 Prozent.

Rückfragehinweis:

ÖZIV Bundessekretariat 
   Stefan Pauser
   1110 Wien, Hauffgasse 3-5/3. OG
   Tel.: 01-513 15 35-0 
   mailto:[email protected] 
   www.oeziv.org

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