OTS0207   19. Jan. 2011, 16:19

ÖH BOKU: Regierung hat keine Ahnung von Unis!

Der aktuelle Vorschlag zur Studieneingangsphase ist ohne Chaos nicht umsetzbar. Der Unizugang wird zum Hürdenlauf.


Wien (OTS) - "Wir sind fassungslos. Die Hoffnung, die
Bundesregierung würde endlich auf die Bedenken vieler Fachleute,
Lehrenden und
Studierenden eingehen, ist mit dem neuen Entwurf zur
Studieneingangsphase blankem Entsetzen gewichen. Die Ministerinnen
Karl und Schmied entlarven deren Unkenntnis über das System
Universität", ist Christoph Kutzer, vom Vorsitzteam der ÖH BOKU
empört.

Ohne Konzept wird eine verpflichtende Studienberatung gesetzlich
vorgeschrieben. Seit Jahren bietet die ÖH diese Hilfe an. Von einem
bundesweit lückenlosen Angebot kann aber, mangels ausreichender
finanzieller Unterstützung, nicht gesprochen werden. Eine
flächendeckende und sinnvolle Beratung existiert daher nicht. Die
jetzt geforderte Inanspruchnahme einer Studienberatung verkommt
daher zu einer bürokratischen Hürde, hinter der sich nicht mehr als
ein Stempel im Sammelpass versteckt.

"Es wäre wichtig, ein durchdachtes System der
EinsteigerInnenberatung auf die Beine zu stellen. Dieser
Schnellschuss und die mehr als unnötige Werbeinitiative "MINT"
zeigen, dass die Bundesregierung nicht an ehrlicher Information,
sondern nur an medienwirksamer, populistischer Werbung interessiert
ist", so Martin Schott, vom Vorsitzteam der ÖH BOKU.

Bezeichnend ist auch die Beschränkung der Prüfungstermine in der
Eingangsphase, von normalerweise mindestens vier auf maximal zwei,
welche die wahren Interessen der Bundesregierung an einer radikalen
Verringerung der StudienanfängerInnenzahl klar macht. Die jungen
Menschen werden der Willkür der Universitäten ausgesetzt, die
Eingangsphasen verkommen zum plumpen Rausprüfen mittels Knock-Out-
Tests. Wer den Zugang zu Bildung beschränkt, beraubt Österreich der
geistigen Grundlage für eine erfolgreiche Zukunftsentwicklung. Die
Verantwortung dafür tragen ÖVP und SPÖ.

"Im Jänner so einen Murks auf den Tisch zu werfen zeugt vom
Unverständnis inneruniversitärer Abläufe und Fristen. Die
überhastete Umstellung aller Studienpläne wird Chaos auslösen.
Wieder stellt sich die Bundesregierung selbst ein Armutszeugnis aus.
Aus diesen Gründen fordern wir die gescheiterten Ministerinnen Karl
(ÖVP) und Schmied (SPÖ) zum Rücktritt auf!", schließt Florian
Kritsch, vom Vorsitzteam der ÖH BOKU.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
191619 Jän 11 HBK0001 0325



HochschülerInnenschaft der Universität für Bodenkultur Wien Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: ÖH BOKU Vorsitzteam
Martin Schott
Tel.: 0650 520 123 5
vorsitz@oehboku.at

Aussendungen von HochschülerInnenschaft der Universität für Bodenkultur Wien abonnieren: als RSS-Feed per Mail

Geokoordinaten:


Errechnete Personen: