• 19.01.2011, 16:11:41
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SP-Woller ad FP-Meyer: Freiheitliche Anwürfe strotzen vor Inkompetenz

Wien (OTS/SPW-K) - Die Aussendung von der neuen FP-Gemeinderätin
Meyer ist nur als Versuch zu werten, sich erstmals am Thema Kultur
abzuarbeiten", stellt der Kultursprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat
Ernst Woller fest, "Insgesamt ist ihr Text aber nur eine Ansammlung
von Unkenntnis und Untergriffen. Zur FPÖ generell ist zu bemerken,
dass eine Partei, die sich das gegenwärtige kulturelle Klima Ungarns
für Wien und Österreich wünscht, jeglichen Anspruch verloren hat,
sich über einzelne Kulturinstitutionen zu äußern."

Selbstverständlich nehme die Stadt Wien Kontrollamtsberichte immer
ernst und arbeite an berechtigten Kritikpunkten. "Das ändert aber
nichts daran, dass der Kontrollamtsbericht teilweise künstlerische
Leiter in den Theatern betrifft, die nicht mehr im Amt sind", sagt
Woller, "Außerdem stimmen die Zahlen teilweise auch nicht mit der
realen Situation überein. Es stimmt zwar, dass die
Abonnement-Verkäufe im Haupthaus des Volkstheaters zurückgegangen
sind, dafür sind die Besuchszahlen im gesamten Volkstheater aber
gestiegen. Die Einnahmen konnten unter der Direktion Schottenberg um
18 Prozent gesteigert werden. Das Publikumsinteresse ist also
gestiegen. Auch wenn weniger Abos verkauft wurden, sind die Zahlen im
freien Verkauf angestiegen. Diese Tatsache ist ein hervorragendes
Zeichen für die künstlerische Qualität eines Theaters."

"Frau Meyers Vorwurf einer ideologischen Programmgestaltung ist
natürlich ein Ergebnis der Optik: Von der untersten rechten Ecke aus
betrachtet schauen die Welt, und insbesondere die Kulturwelt,
natürlich verzerrt aus", sagt der SPÖ-Politiker. Tatsächlich biete
das Volkstheater Volkstheater im besten Wortsinne: "In diesem Haus
gelingt es, Klassiker wie Raimund oder Nestroy in die Gegenwart zu
holen. Meyers Vorwürfe sind lächerlich", stellt Woller klar.

Tatsache sei auch, dass das Volkstheater vergleichsweise sogar
unterdotiert sei. "Wenn man sich etwa das Burgtheater anschaut, dann
muss das Volkstheater im direkten Vergleich mit viel weniger Geld
auskommen. Das liegt vor allem daran, dass ein großer Teil der
Subventionen für das Volkstheater in den vergangenen Jahren vom Bund
eingefroren worden ist", erklärt Woller, "Aber mit solchen Feinheiten
setzt sich Frau Meyer offenbar nicht auseinander, hier geht es nur um
parteipolitische Stimmungsmache der übelsten Sorte." (Schluss)

Rückfragehinweis:

SPÖ Rathausklub, Presse
   Mag. (FH) Evelyn Bäck
   Tel.: (01) 4000-81 922
   mailto:[email protected]
   http://www.rathausklub.spoe.at

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