- 19.01.2011, 15:05:04
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Erster Kongress der Gesundheitsberufe im Zeichen von Qualität und Patientensicherheit 2
Stöger: Vereinheitlichung bei Spitalsgesetzen
Wien (OTS) - Gesundheitsminister Alois Stöger sprach sich erneut
für eine Vereinheitlichung der Spitalsgesetze aus. "Wenn wir in der
Gesundheitspolitik etwas weiterbringen wollen, müssen wir alle an
einem Strang ziehen. Planung, Steuerung und Finanzierung im
Gesundheitssystem müssen in eine Hand gelegt werden. Dazu gehört auch
die Vereinheitlichung der Krankenanstaltengesetze, von denen wir
derzeit zehn haben. Bis zum Jahr 2014 soll diese Reform umgesetzt
werden", kündigte Stöger an. Das Geld, das im Gesundheitssystem zur
Verfügung stehe, müsse sinnvoll eingesetzt werden; dazu sei eine
Einigung auf gemeinsame Kriterien notwendig. Im Interesse der
Patientinnen und Patienten müsse die Transparenz im Gesundheitswesen
massiv erhöht werden, forderte Stöger. Natürlich sei auch Qualität
ein zentrales Thema. Stöger: "Ich will bei der Qualität im
Gesundheitswesen sowie bei der Ausbildung der einzelnen
Gesundheitsberufe keine Kompromisse machen, sondern sie im Gegenteil
weiter optimieren." Dazu gehöre auch die Möglichkeit für alle
Gesundheitsberufe, sich beruflich weiterentwickeln zu können, und
auch eine Akademisierung durch Fachhochschulen beispielsweise bei
Pflegeberufen sei ein interessanter Zugang zu mehr Qualität.
Aigner: Google-Kenntnisse für Patientenversorgung nicht
ausreichend
Die Gesundheitspolitik müsse ökonomische Rahmenbedingungen
mitbedenken; es sei dabei aber wünschenswert, dies in die Hände von
Expertinnen und Experten zu legen anstatt die Planung der Wirtschaft
zu überlassen, erklärte der Sektionschef im Gesundheitsministerium,
Gerhard Aigner. Auch im Hinblick auf die gewerblichen Berufe zeigte
sich Aigner auf einer Linie mit den Gesundheitsberufen: "Es soll
nicht jemand am Patienten arbeiten, der seine Kenntnisse via Google
erworben hat", sprach sich der Sektionschef für Qualität aus. Eine
Aufwertung brauche es auch bei der Behandlung psychischer
Erkrankungen. Hinsichtlich der Abrechnung klinisch-psychologischer
Therapien mit der Krankenkasse liege der Ball ganz klar bei den
Krankenversicherungsträgern, hielt Aigner fest. (Schluss) sl
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33-14
Mail: [email protected]
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