• 19.01.2011, 13:47:45
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AK: Bessere Arbeitsbedingungen für Gesundheitsberufe

Tag der Gesundheitsberufe: AK-Vizepräsidentin Lehner fordert Sozialmilliarde und Pflegefonds

Wien (OTS) - Mit einem Appell zur besseren Ausstattung der
Gesundheitsberufe hat die AK Vizepräsidentin und stellvertretende
Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft VIDA, Renate Lehner, den Tag
der Gesundheitsberufe in der AK Wien eröffnet. "Im Gesundheitswesen
stehen wir in den nächsten 30 Jahren vor den größten Zuwachsraten bei
der Nachfrage nach Pflege- und medizinischer Versorgung. Gleichzeitig
steht das Gesundheitswesen unter ständigem Sparzwang. Hinzu kommt ein
jetzt schon deutlicher Mangel an qualifizierten Fachkräften", warnte
Lehner. Schon jetzt sei die Altersstruktur der Beschäftigten in der
Pflege hoch, fast jeder Dritte Beschäftigte in der Pflege klage einer
AK Studie zufolge über Überlastung und Burnout. "Deshalb fordern
Arbeiterkammer und ÖGB die Bildungs- und Sozialmilliarde: Mit einer
Milliarde Investitionen in die Pflege und in die Kinderbetreuung und
Schulen könnten weitere Stellen geschaffen werden, die schon jetzt
dringend gebraucht werden", so Lehner. Außerdem solle ein Pflegefonds
geschaffen werden, um die wachsenden Kosten der Pflege auszugleichen.

Lehner warnte ausdrücklich vor der zunehmenden Privatisierung im
Gesundheitswesen. 268 öffentlichen Einrichtungen stehen über 1150
private Anbieter von Spital- und Pflegeeinrichtungen gegenüber. "Vor
allem im häuslichen Bereich, aber immer mehr auch in
Pflegeeinrichtungen werden unqualifizierte Hilfskräfte mit
Kompetenzen ausgestattet, um den gesetzlichen Auftrag erfüllen zu
können", so Lehner weiter.

"Die Zukunft der Gesundheitsberufe ist ein Zukunftsthema für alle und
ein zentrales Thema für AK und ÖGB", so Lehner weiter. Deshalb haben
AK und ÖGB sich am "Tag der Gesundheitsberufe" mit einem eigenen
Infopoint und einer Diskussionsveranstaltung in der AK Wien
beteiligt. Themen waren die Interessenvertretung der Angehörigen der
Gesundheitsberufe durch AK und ÖGB, aber auch die besonderen
Belastungen der Ange-hörigen der Gesundheitsberufe etwa durch
Überlastung und Burnout.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at

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