- 18.01.2011, 13:22:56
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Grünewald: Abhaltestrategien für Studierende zementieren Österreichs Nachzüglerposition
Einige Zugangsregelungen führen zu Chaos und Schikanen für Studierende
Wien (OTS) - "Die Bundesregierung schiebt Unis und Studierenden
den Schwarzen Peter zu und versteckt eigene langjährige Versäumnisse.
Den Zugang zu den Unis laufend weiter zu erschweren und zu
beschränken, ist keine Antwort auf die Nachzüglerposition Österreichs
in Sachen Bildungsbeteiligung" kritisiert Kurt Grünewald,
Wissenschaftssprecher der Grünen. Gerade bei Studienrichtungen und
Fakultäten mit schlechten Ressourcen und Betreuungsverhältnissen wird
die Studieneingangsphase zu einer versteckten Knock-Out-Phase!
"Anstatt die niedrige AkademikerInnenquote noch weiter zu senken,
sollte Karl neue Studienplätze finanzieren und eine Schulreform, die
ihren Namen verdient, sollte die Übergänge ins Studium fließender und
treffsicherer gestalten" fordert Grünewald. Der Ausbau des
Stipendiensystems auf europäisches Niveau ist dringlicher denn je.
Sich neben dem Studium den Lebensunterhalt zu finanzieren, führt zu
beträchtlichen Studienverzögerungen", erinnert Grünewald,.
"Eine verpflichtende Studienberatung, von der noch völlig unklar ist,
wie sie organisiert und finanziert werden soll, wird alleine nicht
die Treffsicherheit in der Studienwahl erhöhen", kritisiert Grünewald
weiter. Die von Karl getroffene Aussage, dass eine Beratung für alle
StudienanfängerInnen keine Mehrkosten verursachen wird, ist mehr als
blauäugig und realitätsfern! Die Zahl der Beratungen müsste sich
nämlich verdreifachen und deren Qualität massiv gesteigert werden, um
greifen zu können.
Dass sich StudienanfängerInnen schon Monate vor Beginn des Studiums
bei den Universitäten voranmelden müssen, ermöglicht zwar eine höhere
Planbarkeit für die Universitäten, macht aber die Studienwahl sicher
nicht treffsicherer! Wie sollen MaturantInnen Monate vor der Matura
eine qualitativ hochwertige Beratung bekommen, wenn sie zum Beispiel
in Salzburg zur Schule gehen, aber in Wien studieren wollen?
Antworten auf diese Fragen bleibt Karl schuldig und zeigt wieder
einmal die bildungspolitische Konzept- und Planlosigkeit der
Regierung. "Die Qualität der Lehre damit zu gewährleisten, dass man
weniger Studierende an die Universitäten bringt, ist
bildungspolitischer Humbug. Mehr Studierende braucht das Land - mehr
Geld die Unis!" schließt Kurt Grünewald.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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