- 18.01.2011, 12:21:35
- /
- OTS0187 OTW0187
Schmied: Bessere Planbarkeit und raschere Orientierung durch die neue Studieneingangsphase
Umstellung auf die Neue Mittelschule wird keine Hauruck-Aktion - Sorgen von Eltern werden ernst genommen
Wien (OTS/SK) - "Ich freue mich sehr, dass Beatrix Karl und ich im
Bildungsthema entschlossen vorankommen und Schritt für Schritt das
Machbare umsetzen", betonte Bildungsministerin Claudia Schmied am
Dienstag in einer Pressekonferenz bei der Präsentation der
Neuregelungen des Universitätsgesetzes, die auf die
Regierungs-Einigung von Loipersdorf aufbauen. Für die SPÖ seien drei
Punkte besonders wichtig: die Studienwahlberatung, keine
Knock-out-Prüfungen und die Planbarkeit der
Studienorientierungsphase, die Teil des Studiums ist. Schmied
betonte, dass auch im Bereich der Neuen Mittelschule die gemeinsame
Vorgehensweise der richtige Weg sei. "Die Neue Mittelschule muss eine
Leistungsschule sein, daher ist die Qualität entscheidend und das
Vertrauen der Eltern wichtig."****
"Die Studienwahlberatung muss in Zukunft besser gelingen - das
betrifft auch ganz stark den schulischen Bereich", so Schmied. In
einer gemeinsamen Verordnung von Bildungsministerium und
Wissenschaftsministerium sollen die Kriterien einer österreichweit
fundierten Studienwahlberatung präzisiert werden. "Für die
Sozialdemokratie entscheidend war, dass der freie Zugang zu den
Universitäten gewährleistet ist und es keine Knock-out-Prüfungen zu
Beginn gibt." Die Studienorientierungsphase soll durch besseres
Management klar planbar sein, sowohl für die Universitäten als auch
für die Studierenden. "Denn letztlich geht es darum, dass die
Studierenden an den österreichischen Universitäten gute
Studienbedingungen vorfinden."
Schmied betonte, dass der heutige Schritt als Teil einer
Gesamtkonzeption zu sehen sei, auf die man sich im Bereich der
Universitäten bereits in Loipersdorf verständigt habe. Hier seien
etwa die Offensivmittel zur Qualitätsverbesserung zu nennen, die
Studienplatzfinanzierung, die Konzeption des Hochschulplans sowie
Transparenz und Effizienz im Einsatz der öffentlichen Mittel an den
Universitäten.
Derzeit seien im Bildungsbereich in puncto Qualität drei Gesetze in
Begutachtung. "Es geht darum, die Schulaufsicht in Richtung
Qualitätsmanagement weiter zu entwickeln", so Schmied. Es gehe auch
darum, den Schulen mehr Verantwortung zu übertragen, was aber
bedeutet, dass die Schulleiter ein klares Leitungsprofil erhalten
müssen. Weiters gehe es um mehr Flexibilität beim Einsatz der Lehrer,
vor allem in der Sekundarstufe 1.
Schmied machte klar, dass es bei der Umstellung auf die Neue
Mittelschule nicht zu einer Hauruck-Aktion kommen dürfe und dass sie
die Sorgen der Eltern ernst nehme. Die Bildungsministerin erklärte,
dass der AHS-Lehrplan zum Einsatz kommen müsse, dass eine neue
Lernkultur verwirklicht werden müsse, dass der
Kleingruppenunterreicht mit zwei Lehrern in Deutsch, Mathematik und
Englisch wichtig sei. Zentral sei, dass die Bildungsstandards zur
Anwendung kommen, wichtig sei auch der verschränkte Lehrereinsatz,
also, dass auch AHS- und BHS-Lehrer in den Neuen Mittelschulen zum
Einsatz kommen und dass es eine lebendige Schulpartnerschaft gibt.
"Die Neue Mittelschule wird dann ein Erfolg sein, wird dann die
Leistung erbringen, wenn sie Vertrauen und Anerkennung genießt." Die
Basis dafür sind die gesetzlichen Regelungen, die in Ausarbeitung
sind und die finanzielle Basis, wo es seitens des Finanzministers das
Commitment gebe.
Mit den Landesschulräten wird diese Woche in die Detailplanung
gegangen. Ab September 2011 sind rund 80 neue Standorte realistisch.
Das sind jene, die im Vorjahr aufgrund der 10-Prozent-Grenze
abgelehnt werden mussten. Schmied legte Wert auf die Feststellung,
dass die Umstellung nicht von oben herab erfolgen werde. "Mir schwebt
hier ein Optionen-Modell vor", so Schmied. Die Standorte werden sich
auch weiterhin über die Landesschulräte beim Ministerium bewerben und
die Approbationskommission passieren müssen. Die Bildungsministerin
rechnet mit der abgeschlossenen Umsetzung der Umstellung bis
2015-2016. (Schluss) up/sc
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK






