• 16.01.2011, 11:35:29
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Die "Kreisky-Festspiele sind eröffnet" - Vernissage "Der wahre Kreisky. Karikaturen von IRONIMUS" im Karikaturmuseum Krems - BILD

v.l.n.r.: Johannes Kunz, Gustav Peichl, Gerd Bacher, Karl Blecha

Krems (OTS) - Mit der Eröffnung der Ausstellung "Der wahre
Kreisky. Karikaturen von IRONIMUS" im Karikaturmuseum Krems wurde am
Samstag, dem 15. Jänner 2011, der Reigen der "Kreisky-Festspiele" zum
100. Geburtstag von Altkanzler Bruno Kreisky eröffnet.

An die 300 Gäste folgten der hochkarätigen Diskussionsrunde um
Gustav Peichl, alias IRONIMUS, dem ehemaligen ORF-Intendanten Gerd
Bacher, Präsident des Pensionisten-Verbands Karl Blecha und der
Direktorin des Karikaturmuseum Krems, Jutta M. Pichler. Moderator
Johannes Kunz, ehemaliger Sekretär von Bruno Kreisky, zeigte sich
überrascht über die gewaltige Medienpräsenz im Kremser
Karikaturmuseum ebenso wie über die breite Vorberichterstattung zum
Jubiläum des 1990 verstorbenen Altkanzlers.

Die Frage "Was bleibt von Bruno Kreisky?" erhitzte nicht nur die
Gemüter der Diskutanten, sondern auch das Publikum, darunter die
Bürgermeisterin der Stadt Krems, Ingeborg Rinke, der Diplomat
Wolfgang Petritsch, Ari Rath, ehemaliger Chefredakteur und
Herausgeber der Jerusalem Post sowie Johannes Fischer und Gerhard
Vogel vom ORF. "Medienkanzler", "der große Zampano", "Sonnenkönig"
und "einer der ganz großen, weltoffenen, intelligenten Politiker
Österreichs" sind Charakteristika, die man Bruno Kreisky noch heute
zugesteht, von einer "Heiligsprechung" wollte Gerd Bacher jedoch
nichts wissen. Allgemeiner Tenor der Veranstaltung war auch, dass das
intellektuelle Österreich noch heute eine große Sehnsucht, nach einer
Politikerperson wie Bruno Kreisky, hat. Damit wurde auch die enorme
aktuelle Medienberichterstattung erklärt.

Gerd Bacher schilderte in launigem Ton das Kräfteverhältnis
zwischen dem bürgerlichen ORF-General und dem sozialdemokratischen
Bundeskanzler, das trotz politischer Differenzen von gegenseitigem
Respekt und auch Bewunderung geprägt war.
"Gerd Bacher ist besser als meine Karikaturen", lobte der Altmeister
der Karikatur IRONIMUS seinen Diskussionsnachbarn und wies einmal
mehr auf die Bedeutung der Karikaturisten hin, die die wesentlichen
Fehler und Mängel von Politikerinnen und Politikern sichtbar machen.

Was denn nun aus Karikaturisten-Sicht von Bruno Kreisky bleibt,
darüber können sich die Besucherinnen und Besucher angesichts der 54
Karikaturen von IRONIMUS, die einen wunderbaren Einblick in die
vielfältigen Facetten des innen- und außenpolitischen Wirkens des
Politikers und in die Ära Bruno Kreisky bieten, noch bis zum 18.
September 2011 im Karikaturmuseum Krems überzeugen.

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Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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