• 14.01.2011, 14:48:00
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Neue NÖ Bauernbund-Direktorin präsentiert umfangreiches Arbeitsprogramm

Tanner: Ausgleichszahlungen für Bauern dauerhaft sichern

Klaudia Tanner ist neue NÖ Bauernbund-Direktorin

Wien (OTS) - Die seit Anfang Jänner 2011 amtierende neue
Direktorin des NÖ Bauernbundes, Klaudia Tanner, hat heute ein
ambitioniertes Arbeitsprogramm vorgestellt. Mit dessen Umsetzung
sollen die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe und die
Entwicklung des ländlichen Raums insgesamt gesichert werden. "Ich
werde mit aller Kraft für die Anliegen der Bauern kämpfen", versprach
Tanner auf einer Pressekonferenz in St. Pölten. Konkret nannte sie
folgende Schwerpunkte: Die Ausgleichszahlungen für Bauern müssten
dauerhaft gesichert werden. Verwaltungsvereinfachungen und der
Bürokratieabbau seien voranzutreiben. Im Rahmen der Plattform "Forum
Land" will sich Tanner auch mit wichtigen gesellschaftspolitischen
Themen befassen.

"Derzeit führt die Arbeiterkammer wieder einmal einen
parteipolitisch motivierten Kleinkrieg gegen die Landwirte, denen sie
durch das Budget steuerliche Vorteile und ungerechtfertigt hohe
Förderungen unterstellt. Diese Vorwürfe sind sachlich völlig
haltlos", wehrte sich Tanner. "Wir sind weder bei der Mineralölsteuer
bevorzugt, noch beziehen wir ungerechtfertigte Förderungen. Dies sind
vielmehr Ausgleichszahlungen, die wir für konkrete Leistungen
beziehen und die für die Existenz unserer 45.000 Bauernfamilien in
Niederösterreich notwendig sind. Es geht schlicht und einfach um die
Zukunft unserer Bauern", stellte Tanner fest. Diese
Ausgleichszahlungen müssten dauerhaft gesichert werden. Andernfalls
würden die Lebensmittelpreise steigen, weitere Folgen wären ein
negativer Umwelteffekt sowie die Industrialisierung der
Landwirtschaft, warnte die Bauernbund-Direktorin.

Nach wie vor hätten Landwirte mit Bürokratie und Papierkram zu
kämpfen. "Dazu kommen im agrarischen Bereich zu viele, oft schikanöse
Kontrollen", so Tanner. Derzeit gäbe es mehrere verschiedene
Kontrollstellen. Sinnvoller wäre es hier, eine zentrale Behörde zu
installieren, in der ein Prüfer sämtliche Bereiche am Hof untersucht.

Leben am Land muss lebenswert bleiben

Über seine überparteiliche Plattform "Forum Land" widmet sich der
NÖ Bauernbund auch aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Tanner:
"Natürlich sind wir eine politische Interessenvertretung. Gerade
deshalb ist uns aber auch die Entwicklung des gesamten ländlichen
Raums ein großes Anliegen." Die dörfliche Struktur müsse erhalten
bleiben, dafür sei aber auch einiges zu tun. Mit "Forum Land" sollen
nun die Initiativen diesbezüglich ausgebaut werden, beispielsweise
durch das Veranstalten von Diskussionen. Thematisch geht es um
gesellschaftlich beziehungsweise demografisch essenzielle
Problemkreise wie medizinische Versorgung, Pflege und Bildung.
"Allein die Tatsache, dass sich die Zahl der Senioren in
Niederösterreich von heute 365.000 bis zum Jahr 2050 annähernd
verdoppeln wird, zeigt die Brisanz auf. Es geht aber auch um die
Nahversorgung in den Kommunen sowie um Ausbildungseinrichtungen und
Arbeitsplätze für die Jugend. "Wenn hier zu wenig geschieht, wird die
Landflucht unvermindert anhalten", sagte Tanner.

Dass man in diesem Bereich etwas bewegen könne, davon ist Tanner
überzeugt. "Der NÖ Bauernbund ist in den Gemeinden stark verankert.
Wir haben in Niederösterreich 16.000 sehr engagierte Funktionärinnen
und Funktionäre, die in 1.500 Ortsgruppen aktiv sind. In vielen
Kommunen stellen wir auch den Bürger- oder Vizebürgermeister, das
heißt, dass wir in der Lage sind, auch gesellschaftspolitisch viel zu
gestalten", gab die Bauerbund-Direktorin zu bedenken.

Familie ist eine Herzensangelegenheit

"Auf vielen Bauernhöfen leben noch mehrere Generationen unter
einem Dach. Das hat viele Vorteile, etwa wenn die jüngeren älteren
oder gebrechlichen Familienmitgliedern eine Pflege angedeihen lassen
können. Auch die gelebte Partnerschaft am Hof ist mir ein großes
Anliegen, sie kommt nicht nur der Familie zugute, sie nützt auch dem
Betrieb. Immerhin sind viele unserer Betriebsführer Frauen",
unterstrich Tanner.

Umstieg in eine neue Medienwelt

Ein weiteres zentrales Anliegen ist ihr die verstärkte Nutzung der
neuen Medien, um die Serviceleistungen des NÖ Bauernbundes für seine
Mitglieder noch zu verstärken. Dazu wird es in Kürze einen Relaunch
der Homepage geben und es werden die Online-Aktivitäten wie etwa der
Newsletter ausgebaut.
(Schluss)

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Herbert Pollak
NÖ Bauernbund
Tel.Nr. 02742/9020-232
Mobil: +43/650/2831995
E-Mail: [email protected]

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