- 14.01.2011, 12:24:22
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Plassnik: Politjustiz im Iran muss ein Ende haben
Die Sonderbeauftragte kritisiert die Verurteilung der Menschenrechtsverteidigerin Nasrin Sotudeh
Wien (OTS) - Mit grosser Bestürzung äußerte sich heute, Freitag,
die Sonderbeauftragte des Aussenministeriums für internationale
Frauenfragen Dr. Ursula Plassnik zur Verurteilung der iranischen
Rechtsanwältin und Menschenrechtsverteidigerin Nasrin Sotudeh. Die
langjährige Mitstreiterin von Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi
engagierte sich aktiv insbesondere für inhaftierte Minderjährige und
verteidigte andere Menschenrechtsaktivisten. Die 45-Jährige war
bereits im September wegen "Angriffen auf die nationale Sicherheit"
und "Propaganda gegen die Staatsführung" verhaftet worden und wartete
im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis auf ihre Verurteilung.
Die mehrfach ausgezeichnete Menschenrechtspreisträgerin wurde zu
11 Jahren Haft und 20 Jahren Berufs- und Ausreiseverbot verurteilt.
Eine Berufung ist innerhalb der nächsten 20 Tage möglich. "Diese
Verurteilung zeigt einmal mehr, dass die Regierung der Islamischen
Republik Iran im Bereich der Menschen- und Frauenrechte einen Kurs
der Politjustiz eingeschlagen hat", sagte Plassnik. "Nasrin Sotudeh
ist ein Vorbild für mutige Frauen im Kampf gegen Unterdrückung,
Berufsverbote, Degradierungen oder auch Zugangsbeschränkungen zum
Arbeitsmarkt. Sie einzusperren, statt ihrer Stimme Gehör zu schenken
und ihre Arbeit ernst zu nehmen, wirft ein tristes Licht auf die
politische Führung in Teheran." schloss Plassnik.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
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