• 14.01.2011, 09:56:03
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Die Pflege braucht dringend mehr Personal, zusätzlich 6.000 pro Jahr!

Presseaussendung der Bundesvertretung 9 - Landesanstalten und Betriebe in der GÖD

Linz (OTS) - Der Vorsitzende der Bundesvertretung 9 -
Landesanstalten und Betriebe in der GÖD - Johann Hable fordert
dringend die Trägervertreter Bund, Länder, Gemeinden und Private auf,
mehr Pflegepersonal zum Einsatz zu bringen.

Es ist nicht länger tragbar, dass unter den knappen
Personalressourcen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weit über die
Grenze der Zumutbarkeit hinausgehend belastet werden.
Burn Out hat in den Pflege- und Sozialberufen leider eine steigende
Bedeutung.

In den nächsten 5 Jahren werden circa 30.000 zusätzliche
Pflegekräfte benötigt, um einigermaßen den rasant steigenden
Pflegebedarf abzudecken.

Die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen:

d. h. 
 - Verdoppelung der derzeitigen Ausbildungskapazitäten
 - das Vorantreiben der FH-Ausbildung für Pflegeberufe
   derzeit werden die im Gesetz vorgesehenen 
   Fachhochschulausbildungen für das Pflegepersonal nicht umgesetzt
   Zumindest, so fordert Hable ist pro Bundesland eine 
   Fachhochschulausbildung für Pflegeberufe anzubieten.

Einhaltung von Zusagen

Seitens des Bundeskanzlers Werner Faymann und Vizekanzlers Dr.
Erwin Pröll wurde eine Pflegefinanzierung für den Herbst 2010
angekündigt.

Der Vorsitzende der Bundesvertretung Landesanstalten und Betriebe
fordert den Bundeskanzler und den Vizekanzler auf, diesen Pflegefonds
endlich umzusetzen.

Den Sozialpartnern muss das Recht der Mitsprache eingeräumt
werden. Wir wollen keine Schreibtischlösung, sondern eine
bedarfsorientierte Pflegefinanzierung.

Dabei ist die Pflege und Betreuung in den Pflege- und Altersheimen
und Behinderteneinrichtungen, als auch die Hauskrankenpflege zu
berücksichtigen.

Das derzeit tätige Pflegepersonal stöhnt unter dem Personalmangel
und der teilweise schlechten Bezahlung für diesen schweren Beruf.
Zusätzliche Pflegekräfte bedeuten auch die Neuschaffung
konjunkturunabhängiger Arbeitsplätze.

Die finanziellen Mittel dafür können aus dem Topf der
AMS-Finanzierung für Arbeitssuchende zur Verfügung gestellt werden.

Auf Grund der demografischen Entwicklung (steiler Anstieg der
Alterspyramide) sind Maßnahmen (wie z. B. vermehrte Pflegeausbildung
usw. ) sofort in Angriff zu nehmen.

Johann Hable
Vorsitzender

Rückfragehinweis:
GEWERKSCHAFT ÖFFENTLICHER DIENST
Bundesvertretung Landesanstalten u. Betriebe
4020 Linz, Weingartshofstraße 2
Tel.: 0732/654266-20, Fax: 0732/66 17 84 - 30
e-mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NOB

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