• 13.01.2011, 15:58:42
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  • OTS0217 OTW0217

Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg - Kein Baubeginn ohne Bewilligung

Wien (OTS) - Seit 2005 sind Wissenschaftler mit den
Voruntersuchungen für das Pilotprojekt Bad-Deutsch Altenburg
beschäftigt. Die Planungsgrundsätze wurden von Ökologen, Wasserbau-
und Schifffahrtsexperten sowie unter Einbindung der
Nationalparkverwaltung gemeinsam entwickelt. via donau bittet am 26.
Jänner 2011 Expertinnen und Experten zum Runden Tisch, um die Ziele
und Maßnahmen des Pilotprojekts zu diskutieren. Das Flussbauliche
Gesamtprojekt und seine Pilotvorhaben gelten international als
Vorzeigeprojekte im Zusammenhang mit der Einbindung verschiedenster
Interessen in die Projektplanung.

Schrittweises Vorgehen ermöglicht Lernen vom Fluss

Mit dem Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg möchte via donau auf
rund drei Kilometern Länge verschiedene flussbauliche Maßnahmen
erproben, um die Eintiefung der Donau zwischen Wien und Bratislava
nachhaltig und umweltverträglich zu stoppen. Besonders
strömungsexponierte Bereiche der Stromsohle werden mit Donaukies im
Durchmesser von 4 bis 7 cm gegen zu starke Erosion geschützt. Dieses
in Österreich entwickelte Verfahren - die so genannte
Granulometrische Sohlstabilisierung - soll die Eintiefung hemmen und
so die sinkenden Wasserspiegel stabilisieren.

Das Verfahren zur Sohlstabilisierung wurde zunächst anhand
hydrodynamischer Computermodelle entwickelt. An der Technischen
Universität Wien wurden über mehrere Jahre hinweg aufwändige
Modellversuche durchgeführt, um die Eignung des Verfahrens zu prüfen.
Der nächste Schritt liegt nun im Test des Verfahrens in einem kurzen
Abschnitt der Donau. Durch dieses stufenweise Vorgehen wird das
Verfahren ständig weiterentwickelt. Gleichzeitig werden die Risiken
minimiert. Wie auch in den bereits realisierten fünf Pilotprojekten
in der Nationalparkstrecke wird auch das Pilotprojekt Bad
Deutsch-Altenburg nur nach Vorliegen aller erforderlichen Bescheide
umgesetzt.

Österreichs führende wissenschaftliche Experten für die Donau-Auen
östlich von Wien waren an der Projektplanung beteiligt. Die
Planungsmethoden entsprechend dem Stand der Technik. Das Gutachten
von Prof. Nachtnebel wird derzeit von via donau geprüft. Sollte das
Gutachten Planungsmängel aufdecken, werden diese im Gesamtprojekt
selbstverständlich behoben.

Österreichs Wissenschaft stärkt via donau den Rücken

In einer gemeinsamen Petition sprechen sich über 140
WissenschaftlerInnen der Universität Wien, der Universität der
Bodenkultur, der Technischen Universität Wien und des WasserClusters
Lunz, für die rasche Umsetzung des Pilotprojekts Bad
Deutsch-Altenburg aus. Die Unterzeichner machen auf die Notwendigkeit
aufmerksam, das Verfahren zur Sohlstabilisierung in einer
Versuchsstrecke zu erproben. Sie machen auch deutlich, dass
langfristig keine nachhaltige Alternative zu den geplanten Maßnahmen
vorliegt (siehe OTS0082: Nationalpark Donau-Auen: WissenschafterInnen
schlagen Alarm).

via donau hat sich einer offenen Diskussion über Sachfragen nie
verwehrt und wiederholt die Einladung zur Teilnahme am Runden Tisch
am 26. Jänner 2011.

Rückfragehinweis:

via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
   Mag. Eva Michlits
   1220 Wien, Donau-City-Straße 1
   tel +43 5 04321-1400
   [email protected] 
   www.via-donau.org

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