• 13.01.2011, 11:12:15
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BZÖ-Grosz: Diskussion um Haider-Denkmal schlichtweg beschämend!

"Für Kreisky soll die ganze Republik zur Heldenhuldigung ein Jahr lang still stehen, für Jörg Haider darf es nicht einmal ein Denkmal geben"

Wien/Graz (OTS) - "Die politische und historische Rolle des von
1970 bis 1983 amtierenden Bundeskanzlers und ehemaligen
SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Dr. Bruno Kreisky ist unbestritten.
Nicht zuletzt auch deswegen finden mehrere Veranstaltungen über das
politische Wirken Bruno Kreiskys statt. Ausstellungen,
Diskussionsforen, Zeitungsbeilagen, Schauspielhausaufführungen,
internationale Kongresse, Kreisky-Abende der SPÖ, Sondersendungen und
nicht zuletzt leider auch unnötige und wirklich übertriebene Festakte
des derzeitigen Bundeskanzlers Werner Faymann. Zweifelsohne kann
Österreich neben Bruno Kreisky auf viele politisch wie historisch
bedeutsame Persönlichkeiten der II. Republik zurückblicken, die unser
Land entscheidend geprägt haben. Karl Renner, Leopold Figl, Julius
Raab, Grete Rehor und auch ein Jörg Haider haben Jahre und Jahrzehnte
ihres Lebens Land und Leute bewegt. Für Kreisky soll die ganze
Republik ein Jahr lang still stehen, aber bei einem bereits
bestehenden Denkmal für Jörg Haider gibt es wieder einmal beschämende
Diskussionen", kritisiert der steirische BZÖ-Chef und Stifter der
Jörg Haider Medaille Abg. Gerald Grosz am Donnerstag die Diskussion
um die Aufstellung eines Denkmals in Kärnten.

In Österreich bestehe eine widerwärtige Willkür über die Rituale der
verständlichen Verehrung großer Persönlichkeiten. "Bruno Kreisky darf
über seinen Tod hinaus selbstverständlich geehrt werden, da die SPÖ
sowohl in der Präsidentschaftskanzlei als auch im Kanzleramt die
Fäden zieht und das heurige Jahr daher - staatlich verordnet - der
allgemeinen Verehrung der gläubigen Sozialisten gewidmet wurde. Für
Julius Raab, Leopold Figl oder eine Grete Rehor gibt es
selbstverständliche Ehrungen durch ihre Partei. Eine Viktor Adler
Plakette ist innerhalb der SPÖ genauso selbstverständlich wie leider
auch das zweifelhafte Bild eines austrofaschistischen Dikators in den
Klubräumlichkeiten der ÖVP. Hingegen für einen tragisch verstorbenen
Landeshauptmann, Langzeit-Nationalratsabgeordneten, Klubobmann und
Parteichef wie Jörg Haider darf es das nicht geben, da es ihn auch
im großkoalitionären Denken politisch nicht geben durfte. Das ist an
Verlogenheit kaum zu überbieten. Ich rate daher den Kritikern einfach
in sich zu gehen, einmal nachzudenken und dann zu schweigen", so
Grosz abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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