• 12.01.2011, 13:25:18
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Umweltdachverband an via donau-Chef Hasenbichler: Zuerst Unterlagen auf den Tisch, dann können wir reden!

- Voraussetzung für Verhandlungen auf Augenhöhe: via donau muss Versprechen halten und Unterlagen zum Naturversuch zur Verfügung stellen

Wien (OTS) - Wien, 12.01.11 (UWD) "Das heutige Gesprächsangebot
von via donau-Chef Hasenbichler hat wahrscheinlich eher mehr mit der
Furcht vor den Gutachten, die morgen bei der Pressekonferenz von
einer breiten NGO-Phalanx in Wien präsentiert werden, zu tun als mit
dem Interesse an wirklich ernsthaften Gesprächen mit kritischen
NGO-VertreterInnen über die Zukunft der Donau zwischen Wien und
Bratislava", sagt Gerhard Heilingbrunner, Präsident des
Umweltdachverbandes, in einer ersten Reaktion auf das Einlenken von
Hasenbichler. "An ernsthaften Verhandlungen ist die via donau jedoch
offensichtlich nicht interessiert, denn es gehört nicht zum guten
Ton, wenn man NGOs einen kurzfristigen Termin einfach ohne
Rücksprache vorgibt", so Heilingbrunner.

Gespräch macht Sinn, wenn Einreichunterlagen & Co. lückenlos
übermittelt wurden
"Bis zum Mai 2010 hat es mehrere Gespräche auf höchster Ebene
zwischen Hasenbichler und NGOs (Umweltdachverband,
Umweltorganisation VIRUS, Forum Wissenschaft & Umwelt, und BI
Donaufreunde, etc.) über die Projekte Flussbauliches Gesamtprojekt
Donau östlich von Wien (FGP) und den so genannten Naturversuch Bad
Deutsch Altenburg gegeben. Bei diesen Verhandlungen hat die via donau
zunächst zugesagt, alle Einreichunterlagen, Monitoring- und Ist
Zustanderhebungen des so genannten Naturversuches zur Verfügung zu
stellen. Dies war deshalb so wichtig, weil im laufenden
Naturversuchsverfahren die NGOs keine Parteistellung haben. Mit der
Auswahl der Naturversuchstrecke von knapp unter 3 Kilometern wurde
ganz bewusst die UVP-Schwellenwertgrenze unterschritten. Im Gegensatz
zum großen FGP, wo die NGOs Parteistellung bis zu den Höchstgerichten
haben, sind beim Naturversuch die NGOs von allen Informationen
ausgeschlossen. Kurz vor dem Ökologiegespräch über das
Naturversuchsprojekt, welches für 6. Mai 2010 angesetzt war, weigerte
sich Hasenbichler jedoch, die Naturversuchsunterlagen zur Verfügung
zu stellen, was den UWD und die anderen NGOs veranlasste, die
Gespräche mit der via Donau auszusetzen. Ein fortführendes Gespräch
macht erst dann Sinn, wenn seitens der via donau diese zugesagten
Unterlagen zum geplanten Naturversuch lückenlos übermittelt worden
sind. Unter dieser Voraussetzung verhandeln wir gerne auf gleicher
Augenhöhe über die weiteren Schritte", so Heilingbrunner
abschließend.

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband
   Dr.in Sylvia Steinbauer
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (++43-1)40113/21
   mailto:[email protected]
   http://www.umweltdachverband.at

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