• 11.01.2011, 12:15:07
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EINLADUNG zur Vernissage an der der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich: ALOIS MOSBACHER "Warte hier auf mich!" - ANHANG

Linz (OTS) - vor ort

Im Herbst 2009 startete die Pädagogische Hochschule Oberösterreich
ein neues Ausstellungsprojekt mit dem Titel "vor ort". Dafür wurde an
der Hochschule ein spezieller Ort im Foyer definiert. Die ersten
beiden Ausstellungen waren Hans Kupelwieser und Suse Krawagna
gewidmet.

Von Jänner bis Anfang April 2011 präsentiert die Pädagogische
Hochschule Arbeiten des Künstlers Alois Mosbacher.

Kuratiert wird die Ausstellungsreihe von Reinhold Rebhandl.

Die neue Ausstellungsreihe ist als Zeichen für die Akzentuierung
des kulturellen Profils der Hochschule zu sehen, das Konzept zielt
auf eine zeitgemäße Positionierung der Institution im Kunstfeld. Der
künstlerische Input von außen fördert die Auseinandersetzung mit
zeitgenössischer Kunst an der Hochschule, wodurch sich synergetische
Effekte in Bezug auf die Aus- und Fortbildung von LehrerInnen
ergeben. Die Präsentation aktueller Kunst öffnet somit die Hochschule
nach außen, fördert aber durch die Einbeziehung in Seminare und
Lehrveranstaltungen auch die Auseinandersetzung mit Kunst innerhalb
der Hochschule.

Alois Mosbacher

Zu Beginn der 80er Jahre, als die sogenannten "Neuen Wilden" die
Kunstszene prägten, war Alois Mosbacher in vorderster Linie dabei.
Zusammen mit Siegfried Anzinger, Alfred Klinkan, Erwin Bohatsch und
Hubert Schmalix bildete er die erste Generation
neoexpressionistischer Maler in Österreich. Der kraftvolle pastose
Farbauftrag, die harten Konturen und die kontrastreichen Farben
wurden mittlerweile von einer subtileren Malerei abgelöst, die sowohl
realistische und expressive als auch impressionistische Elemente
aufweist. In seinen zum Teil kolorierten Zeichnungen ist der
Realismus am stärksten ausgeprägt, durch den Wechsel der Dichte,
durch Aussparungen und den Einbau von Worten und Texten verleiht
Mosbacher auch diesen Arbeiten eine gewisse Leichtigkeit und
Ambivalenz - sie sind jedoch nicht leicht zu entschlüsseln.

Schon seine frühen Gemälde sind vielfach von der Natur geprägt,
neben Menschen finden sich sehr oft Tiere und Bäume in den Bildern,
die deren narrativen Charakter unterstreichen und die koloristischen
und malerischen Problemstellungen um eine "Erzählung" erweitern.
Auch die aktuellen Arbeiten sind von dieser Thematik geprägt, die
Motive dafür stammen aber aus den verschiedensten Quellen, auch das
World Wide Web hat sich zu einer bevorzugten Quelle für seine
Bildmotive entwickelt. Mosbacher erarbeitet seine Bilder verstärkt
durch das Zusammenfügen verschiedener Bildmotive.

Warte hier auf mich! - Zur aktuellen Ausstellung an der Pädagogischen
Hochschule Oberösterreich

Die aktuelle Präsentation an der Pädagogischen Hochschule
Oberösterreich umfasst drei Arbeiten aus einem Zyklus, der 2008
entstanden ist.

In großen fein strukturierten Kohlezeichnungen verknüpft Mosbacher
Natur (Bäume, Wald, ...) mit menschlicher Zivilisation. Obwohl in den
Bildern temporär abwesend, ist das Eindringen der Menschen in die
Natur sichtbar. Sie haben Relikte wie Autos, Hütten, Möbelstücke und
Bildschirme zurückgelassen. Die Zettel mit verschiedenen
Aufforderungen (Warte hier auf mich!, Nicht länger allein bleiben!,
Neue Anweisungen!) legen eine Wiederkehr von Personen nahe. Oder
richtet sich die Botschaft an die BetrachterInnen - sollen die
Handlungsanweisungen außerhalb des Bildes realisiert werden?

In den Bildern geschieht nichts, trotzdem gibt es aber eine
gewisse Erwartungshaltung. In einem Interview mit Hans Ulrich Obrist
drückt Alois Mosbacher dies so aus: "Es geht um diese Stimmung, dass
etwas geschehen kann und muss. Und dass es interessant wäre, sich
vorzustellen, dass auch auf dem Bild etwas geschehen kann oder auf
dem nächsten Bild".

Was bleibt ist jedenfalls das Geheimnis, das seine Bilder umgibt -
zurückgelassene Gegenstände, abgestellte Autos, im magritteschen
Sinne fliegende Hütten, sie alle tragen nichts zur Lösung bei, das
Kommende bleibt im Dunkeln, wird ausschließlich durch die Imagination
der BetrachterInnen bestimmt.
"What Do Pictures Want?" fragt W.J.T Mitchell im Titel eines seiner
Bücher.
"Nicht länger allein bleiben" könnte hier die doppelbödige Antwort
lauten.

Biografie

1954 geboren in Strallegg (Steiermark)
Lebt und arbeitet in Wien

Einzelausstellungen (Auswahl)

2010 Neue Galerie Graz / 2009 Galerie Krethlow, Bern / 2008 Galerie
Altnöder, Salzburg / 2006 Kunsthaus Muerz, Mürzzuschlag / 2005
Städtische Galerie, Nordhorn / Galerie Krinzinger, Wien / St. Georg
Galerie, Istanbul / 2004 Sezession, Wien. Alle Ausstellungen im

Details finden Sie unter:
http://www.aloismosbacher.at/html/biographie.html

EINLADUNG zur Vernissage an der der Pädagogischen Hochschule
Oberösterreich: ALOIS MOSBACHER "Warte hier auf mich!"

 Ausstellungsdauer: 19. 01. bis 15. 04. 2011
 
 Eröffnung durch Rektorin DDr. Ulrike Greiner
 
 Zu den Arbeiten spricht Reinhold Rebhandl
 
 Alois Mosbacher ist vor Ort

 Datum:   18.1.2011, um 17:30 Uhr
 Ort:     Pädagogische Hochschule Oberösterreich / Foyer (im
          Anschluss Imbiss)
          Kaplanhofstraße 40, 4020 Linz

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AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser
Meldung" unter http://www.ots.at

Rückfragehinweis:
Claudia Gartner
Presse und PR
mailto:[email protected]
Tel.: +43-732-7470-4004
Mobil: +43-680-238 34 66

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