• 07.01.2011, 09:49:26
  • /
  • OTS0023 OTW0023

ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe verzeichnete im vergangenen Jahr 126.000 Anrufe

30.000 Mal wurde Hilfe geleistet, Club brachte 2.154 Kranke und Verletzte sowie 6.017 fahruntüchtige Kraftfahrzeuge heim

Wien (OTS) - Überfallen und ausgeraubt, von einem Pferd getreten
und schwer verletzt, in einem Karussell verunglückt, mit dem Fahrzeug
von einer Klippe gestürzt. 125.628 Mal läuteten im vergangenen Jahr
die Telefone der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. "Am anderen Ende der
Leitung sind immer Menschen, die sich in einer größeren oder
kleineren Notlage befinden", erklärt Michael Tagunoff, Leiter der
ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. Für insgesamt 2.154 verletzte oder
erkrankte Österreicher organisierte der ÖAMTC den Heimtransport aus
dem In- und Ausland: mit Linienflugzeugen (oft in Begleitung eines
Arztes oder Sanitäters), mit Rettungswagen oder mit einem
Lotsenfahrer im eigenen Auto. Der ÖAMTC-Ambulanzjet startete 60 Mal
für die Rückholung eines Patienten aus dem Ausland.

Für tausende Menschen managte der Club die Rückreise aus dem
Urlaubsort. Das wird immer dann notwendig, wenn die Rückfahrt mit dem
eigenen Auto, Wohnmobil oder Motorrad aufgrund eines Fahrzeugschadens
nicht mehr möglich ist. Insgesamt 6.017 fahruntüchtige Fahrzeuge
wurden zurückgebracht. Mehr 30.000 Schutzbriefleistungen wurden
erbracht, von der Pannenhilfe im Ausland bis zur Wildschadenvergütung
von der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.

Die meisten Anrufe kamen aus Italien, gefolgt von Kroatien, der
Türkei und Spanien. "In Griechenland gab es im Vorjahr fast gar keine
Fälle, was auf die Streiks und wirtschaftliche Situation des Landes
in Frühjahr zurückzuführen ist", erklärt der ÖAMTC-Experte.
Auffallend ist, dass im Jahr 2010 sehr viele Fahrrad- und
Motorradunfälle zu verzeichnen sind. Während Fahrradunfälle oftmals
in Österreich, der Schweiz und Italien vorkamen, waren
Motorradunfälle auf Korsika, Sardinien und in einigen
Mittelmeeranrainerstaaten häufig ein Grund für Krankenrücktransport
und Fahrzeugheimholung.

In Ägypten sind Touristenfallen bei Unfall oder Erkrankung
besonders gang und gäbe. Dort kooperieren Hotels mit Ärzten,
örtlichen Reiseveranstaltern und Krankenhäusern. Auch Drohungen und
Erpressung bis zur Abnahme des Reisepasses sind leider übliche
Praxis. Der ÖAMTC rät allen Schutzbrief-Inhabern, im Ernstfall sofort
bei der Schutzbrief-Nothilfe anzurufen (+43 25 120 00) und nicht
gleich beim ersten Hilfsangebot dankbar zuzugreifen. "Je früher der
Club involviert ist, umso effizienter geht die weitere Behandlung von
statten", weiß Tagunoff aus Erfahrung.

Warum die passende Versicherung auch bei Urlaubreisen wichtig
ist

Im Ausland zu erkranken, kann ganz schön teuer werden. Das zeigt
der Fall einer 68-jährigen Wienerin, die auf Teneriffa wegen starker
Magenschmerzen ein Spital aufsuchte - Diagnose: Magenperforation. Es
mussten mehrere Notoperationen durchgeführt werden, bis die Patientin
schließlich mit dem ÖAMTC-Ambulanzjet in die Heimat geflogen werden
konnte. Die Gesamtkosten von 52.340 Euro (davon 26.550 Euro
Krankenhaus und Behandlung, 24.790 Euro Krankenrückholung und 1.000
Euro Krankenbesuch) wurden zur Gänze vom Club übernommen, weil die
Frau im Besitz eines ÖAMTC-Schutzbriefes ist.

Bei einem 17-jährigen Jugendlichen aus Niederösterreich wurde auf
einer Urlaubsreise in Kanada ein Knochentumor festgestellt. Die
Kosten für Krankenhaus und Behandlung (60.156 Euro) sowie den
Heimtransport (46.330 Euro) übernahm ebenfalls der Club. Der
Jugendliche war durch einen Weltreise-Krankenschutz, einem
Zusatzprodukt zum ÖAMTC-Schutzbrief mit weltweiter Gültigkeit,
versichert.

Dramatisch stellte sich der Unfall eines Oberösterreichers in
Brasilien dar. Der 50-Jährige wurde beim Baden im Meer von einer
Welle erfasst und im Wasser hart gegen den Sandboden geschleudert.
Der Schutzbrief-Inhaber wurde in das nächste Krankenhaus gebracht, wo
dann der ÖAMTC verständigt wurde. Das Krankenhaus ging von einer
vollständigen Lähmung ab der Halswirbelsäule aus, weil der Patient
sich nicht bewegen konnte. Da das Spital nicht für eine derartige
Behandlung inklusive Notoperation ausgerüstet war, organisierte die
Schutzbrief-Nothilfe eine Verlegung nach Rio de Janeiro. Dort stellte
sich heraus, dass der Patient Glück im Unglück hatte. "Lediglich" ein
Schulter-Trümmerbruch wurde diagnostiziert. Der Patient wurde nach
organisierter Rückholung in Salzburg erfolgreich operiert.

Informationen zum Thema ÖAMTC-Schutzbrief sowie zum
Weltreise-Krankenschutz findet man unter www.oeamtc.at/schutzbrief.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel