Kommunale Abfallwirtschaft ist die Rohstoffsicherung für Österreichs Wirtschaft - ANHANG
Die Kommunale Abfallwirtschaft liefert jährlich rund 2,2 Mio. Tonnen Rohstoffe an die österreichische Wirtschaft und Biolandwirtschaft
Altstoffe in Österreich - ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände
Wien (OTS) - EU besorgt über Rohstoffversorgung
Europa macht sich zu Recht Sorgen um die Rohstoffzugänge für
kommende Generationen. Die Primärlagerstätten liegen zunehmend in
anderen Kontinenten. Die nachhaltige, Ressourcen schonende
Bewirtschaftung der Materialflüsse innerhalb Europas ist daher nicht
nur ökologisch notwendig, sondern eine entscheidende Absicherung des
Industriestandortes. Gleichzeitig werden durch diese
Kreislaufwirtschaft teure Entsorgungskosten vermieden. Der Obmann der
ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, Bgm. Ing. Josef
Moser nimmt diese Sorge der EU ernst und zeigt einen praktischen
Ausweg in der kommunalen Abfallwirtschaft.
2,2 Mio. t oder44 % der Siedlungsabfälle werden Österreich weit als
Rohstoffe eingesetzt
"Von 3,8 Mio. Tonnen Siedlungsabfälle werden bereits 2,2 Mio. Tonnen
oder 44% in Österreich als Rohstoffe eingesetzt", so Moser stolz.Die
Abfallwirtschaft der Städte, Gemeinden und Abfallverbände sichern so
die Rohstoffbasis für einige große Industriezweige.
715.000 t an biogenen Abfällen und Grünschnitt werden über die
Kompostierung in der Biolandwirtschaft und im Gartenbau als Dünger
und Bodenauflockerer eingesetzt.
695.000 t Altpapier (davon 90.000 t Verpackungen) können der
österreichischen Papierindustrie als Grundsicherung der Rohstoffbasis
angeboten werden.206.000 t Altglas (davon 200.000 t Verpackungen)
werden von Vorfeldorganisationen der Glasindustrie gemeinsam mit den
Kommunen gesammelt und vermeiden hohe Energieverbrauch und Emissionen
von Glas aus Primärrohstoffen.
140.000 t Kunststoffe und Verbundstoffe (davon 114.000 t
Verpackungen) werden in der österreichischen Kunststoffindustrie
verwertet und sparen Erdöl.160.000 t Altholz werden sowohl in der
Spanplattenindustrie als auch zur Energieerzeugung in lokalen
Biomasseheizwerken eingesetzt.109.000 t Altmetalle werden in 6
österreichischen Shredderbetrieben zu verwertbaren
Einzelmetallfraktionen aufbereitet und in der Metallindustrie als
Rohmaterial eingesetzt.
27.000 Tonnen Alttextilien werden zum Teil in der Autoindustrie als
Isoliermaterial verwendet oder zu Putzlappen umgearbeitet.
61.000 Tonnen Elektroaltgeräte werden gemeinsam mit den
Sammelsystemen der Wirtschaft gesammelt und verwertet.In Japan wurde
festgestellt, dass aus einer Tonne der Fraktion Computer und Handies
rund 15 g Gold gewonnen werden, währende aus einer Tonne Golderz nur
2 g. Auch die anderen seltenen Erden, die in Bildschirmen eingesetzt
sind, können daraus gewonnen werden.
Altstoffe sichern Rohstoffbasis
Der Wert dieser Rohstoffe ist beeinflusst vom weltweiten Markt der
Primärrohstoffe und unterliegt teilweise großen Schwankungen. So fiel
der Alteisenpreis 2008 von einem "all time high" innerhalb von 6
Monaten auf fast 10 % des Wertes zu Ende 2008. Heute haben sich die
Wertstofferlöse wieder auf einem guten langzeitlichen Durchschnitt
eingependelt.Diese Erlöse sind natürlich nur bei kumulierten,
größeren (industrierelevanten) Mengen und professionellen
Vermarktungsstrukturen auf der kommunalen Seite zu erwirtschaften!
Dem einzelnen Haushalt ist der direkte Zugang zu Erlöse erzielenden
Märkten der Verwertungsindustrie (aufgrund der kleinen
Haushaltsmenge) nicht möglich. Für die BürgerInnen arbeitet die
kommunale Abfallwirtschaft Österreichs schon lange auf Bezirksebene
und landesweit zusammen. Optimierte Wertstoffeinnahmen stützen die
Kosten der Abfallbeseitigung und verhindern höhere Gemeindebeiträge,
in weiterer Folge höhere Abfallgebühren! Die Altstoffsammlungen sind
quasi das "Zugangstor" zur sekundären Rohstoffwirtschaft für die
BürgerInnen und diese sind eingeladen, in ihrem Sinne diese
Einrichtungen möglichst intensiv zu nutzen.
Ohne Altstoffsammlung wären die Müllgebühren doppelt so hoch
ARGE-Obmann Bgm. Moser: "Würden diese 2.200.000 t Altstoffe statt zur
Verwertung in den Altstoffsammlungen der Kommunen in der
Restmülltonne landen, müssten sie entsorgt werden - und dies wäre
rund doppelt so teuer! So aber tragen die Erlöse aus der
Altstoffverwertung zur Stabilisierung der Abfallgebühren bei und
davon profitieren wiederum alle Haushalte in Österreich."
In einigen Bundesländern Österreichs, wie in Oberösterreich oder
Niederösterreich, ist es bereits gelungen, auf Bezirksebene operativ
tätige Fachorganisationen für Abfallwirtschaft in Form von
Gemeindeverbände zu gründen und so die Verwaltungsreform
vorwegzunehmen: Eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit
professionell organisiert zum Vorteil der Umwelt und der BürgerInnen.
Dies kann auch anderen Bundesländer als Vorbild dienen.
Vorherige Aussendung
Vatikan: 2010 wurden 23 in der Seelsorge tätige Personen getötet
Kathpress | 31. Dez. 2010, 14:13
Ansprechpartner: ARGE-Bundes-Obmann Bgm. Ing. Josef Moser: josef.moser@schlaegl.at Tel.: +43 664 612 50 20
Bundeskoordinator Dr. Johann Mayr Tel.: +43 664 390 97 20
E-Mail: hans.mayr@argeabfallverband.at
www.argeabfallverband.at













