- 28.12.2010, 10:28:26
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ÖBB: "Produktionsmanagement Neu"
Einsparungen im Güterverkehr von rund 66 Mio. Euro bis 2015
Wien (OTS) - Die ÖBB optimieren das unternehmenseigene
Produktionsmanagement und sparen damit in den kommenden fünf Jahren
rd. 66 Mio. Euro ein. Kernpunkte dieser Effizienzoffensive betreffen
die Ressourcen- und Fahrlagenplanung (rd. 38 Mio. Euro), die
Bündelung von Strukturen (rd. 2,4 Mio. Euro) und eine neue
Multifunktionalität im Verschub (rd. 25,6 Mio. Euro). "Mit den
geplanten Maßnahmen erhöhen wir die Produktivität sowie Effizienz in
der Produktion deutlich. Bisher waren beispielsweise drei Unternehmen
mit mehreren Ansprechpartnern und Verantwortlichkeiten dafür
zuständig, einen Güterzug auf die Schiene zu bringen. Künftig wird
das aus einer Hand mit eindeutigen Zuständigkeiten abgewickelt. Das
spart wertvolle Ressourcen, beseitigt Doppelgleisigkeiten und macht
die Produktion der ÖBB in Zukunft kostengünstiger sowie effizienter.
Dabei ist die gewohnte Qualität für die Kunden immer sichergestellt",
betont ÖBB-Chef Christian Kern.
Hubsystem vereinfacht Produktion
Durch die Einführung von Primär- und Sekundärnetzen wird die gesamte
Produktion in einem gemeinsamen, angebotsgesteuerten System
abgebildet. Damit gehören die auf Auslastung ausgelegten Einzelwagen-
oder kundengesteuerten Ganzzugsysteme der Vergangenheit an.
Stattdessen sind in Zukunft mehrere Hauptknotenpunkte (Hubs) über
hochfrequente Verbindungen länderübergreifend sowie mit dem lokalen
und regionalen Sekundärnetz verbunden, über das die Zulieferung
erfolgt. Durch diese Vereinfachung lassen sich einerseits die
Ressourcen deutlich reduzieren sowie andererseits die Produktivität
erhöhen.
Einsparungen durch gebündelte Strukturen
Zusätzlich führen die ÖBB die gesamtheitliche Steuerung des
Produktionssystems ein. Bisher war eine hohe Anzahl an
Organisationseinheiten an einem Prozessschritt beteiligt, künftig
werden die Strukturen gebündelt und damit das vorhandene Potenzial
voll ausgeschöpft - so werden beispielsweise die Dienststellen in
regionalen Kompetenzzentren zusammengeführt. Das ermöglicht eine
optimierte Disposition und erleichtert eine kurzfristige Planung.
Verschub-Mitarbeiter übernehmen mehrere Funktionen
Auch im Bereich Verschub werden Prozessschritte gebündelt - das
verhindert in Zukunft Überschneidungen und Doppelgleisigkeiten. Dabei
analysiert das Unternehmen jeden Standort einzeln, um die individuell
passende Lösung zu erarbeiten und so Ressourcen bestmöglich zu
nutzen. In diesem Zusammenhang übernehmen die Mitarbeiter mehrere
Funktionen. "Durch die Zusatzfunktionen vieler Mitarbeiter entstehen
neue Karrieremöglichkeiten, die auch in unserer Ausbildungsmatrix
abgebildet werden", erklärt Kern abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG
Michael Wimmer
Konzernkommunikation
Tel.: 01/93000-44279
mailto:[email protected]
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