• 24.12.2010, 12:47:32
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15 Jahre Gute Zeitung - "Ein ganzes Haus hängt an 1,5 Mio. Haustüren!"

Weihnachtskampagne des Integrationshauses: Das Boulevardblatt für den Guten Zweck sowie Inserate in Printmedien und wieder verwendbare Weihnachtssackerln sollen Flüchtlingen helfen.

Wien (OTS) - 15 Jahre und kein bisschen leise! Das
Integrationshaus feierte heuer sein 15-jähriges Bestehen. Kein Zufall
ist es daher, dass auch die Gute Zeitung seit eineinhalb Jahrzehnten
um Hilfe für die Flüchtlinge im Integrationshaus bittet. Mittlerweile
hängt schon die 16. Ausgabe des Boulevardblattes für den guten Zweck
an 1,5 Millionen Haustüren in halb Österreich. Menschen in Wien,
Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und in der
Steiermark lesen ein Blatt, das Menschen, die unverschuldet auf die
schattige Seite des Lebens gefallen sind, Hilfe und Hoffnung geben
soll. Ein wichtiges Ziel ist auch, eine Verbesserung der rechtlichen
und sozialen Lage von Asylsuchenden als auch der in diesem Jahr
wieder sehr angespannten finanziellen Situation des
Integrationshauses zu erreichen.

Themenschwerpunkt dieser Ausgabe sind wieder berührende Geschichten
aus dem
Alltag im Integrationshaus. Die Beiträge stammen von Martin Gantner,
Sibylle Hamann, Susanne Scholl und Willi Resetarits, Christine
Nöstlinger schickte ein Abendgebet. Testimonials von Bürgermeister
Michael Häupl, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, der
Schauspielerin Ursula Strauss, der Wetterfrontfrau Onka Takats, dem
Regisseur Peter Sellars und dem Schokomacher Josef Zotter bitten um
Unterstützung des Integrationshauses und appellieren für mehr
Menschlichkeit und Respekt.
Das Integrationshaus bietet Flüchtlingen weit mehr als ein Dach über
dem Kopf und
eine warme Mahlzeit: Mehrsprachige und professionelle
Intensivbetreuung für Traumatisierte, AlleinerzieherInnen, chronisch
Kranke und unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge, Hilfe beim Spracherwerb, bei der
Ausbildung und der Integration in den Arbeitsmarkt sind nur einige
von zahlreichen Maßnahmen, die den Menschen, die in ihrer Heimat
alles verloren haben, vor allem eines geben sollen: Hoffnung auf ein
neues, besseres Leben.
Heimlicher "Hauptdarsteller" der Guten Zeitung ist wie jedes Jahr ein
Erlagschein,
der Spenden zugunsten des Integrationshauses sammeln soll. Und nicht
zuletzt soll das Blatt auch zum 17. Wiener Flüchtlingsball am 4. März
2011 im Wiener Rathaus einladen.
Die Chefredaktion der Guten Zeitung übernahm wieder Karin Strobl, die
Gestaltung betreuten Gabi Adébisi-Schuster, Nina Chladek-Danklmaier,
Rainer Dempf und Gottfried Moritz. Ermöglicht wurde das Erscheinen
der Zeitung wieder durch die kostenlose Verteilung durch feibra.
Die politische Botschaft der Zeitung ist, dass Österreich
Asylsuchende vor Krieg, Terror und Gewalt in Schutz nimmt, anstatt
sie - wie es immer öfter, immer schneller passiert - in Schubhaft zu
stecken und abzuschieben. "Österreich ist durch internationale
Verträge zum Flüchtlingsschutz und zur Einhaltung der Menschenrechte
verpflichtet. Das heißt aber, ein faires Asylverfahren sicher zu
stellen. Die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze ist nicht
gewährleistet, sie wurden durch das heuer in Kraft getretene
menschenverachtende Fremdenrechtsänderungsgesetz noch weiter
ausgehöhlt. Es ist höchste Zeit für einen radikalen Kurswechsel in
der Asyl- und Fremdenpolitik", stellt Andrea Eraslan-Weninger,
Geschäftsführerin des Integrationshauses fest.

Gleichzeitig mit der Verteilung der Guten Zeitung werden in profil,
Der Standard und FALTER Inserate geschaltet (in den beiden
letztgenannten Medien mit einem sehr stimmigen Cartoon von Gerhard
Haderer), die um Spenden für die
Flüchtlingsbetreuung im Integrationshaus bitten und eine andere Asyl-
und Fremdenpolitik fordern.

Und nicht zuletzt beteiligen sich wieder die Wiener Umweltstadträtin
Ulli
Sima und BILLA mit der Aktion "Nimm ein Sackerl für Dein Packerl" an
der
Weihnachtskampagne des Integrationshauses. Beim Weihnachtsmarkt am
Cobenzl, in den Blumengärten Hirschstetten und in besonderen
BILLA-Filialen in Wien (Info: BILLA-Hotline 02236-2320) werden wieder
verwendbare Weihnachtssackerln verkauft, deren Erlös dem
Integrationshaus zugute kommt..

Mit all diesen Aktionen soll die professionelle Arbeit des
Integrationshauses im nächsten Jahr gesichert werden. "Etwa 20 % des
Gesamtbudgets müssen mit Hilfe von privaten SpenderInnen,
Unternehmenskooperationen und Veranstaltungserlösen aufgebracht
werden. Für die intensive Betreuung von unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlingen, AlleinerzieherInnen und traumatisierten Flüchtlingen
als auch für die wichtige unabhängige Rechtsberatung für Asylsuchende
braucht das Integrationshaus dringend Geld, weil das Innenministerium
dafür zuwenig
übrig hat! Die Kostensätze sind seit Jahren eingefroren und bei
weitem nicht mehr
kostendeckend" betont Sepp Stranig, Mitbegründer des Hauses und
Herausgeber der Guten Zeitung. "Es ist so wichtig, dass den Menschen
unser Aufruf ans Herz geht und dass durch viele einbezahlte
Erlagscheine ein wirksamer Schutzschirm gegen Hartherzigkeit und
Unmenschlichkeit gebildet wird. Jeder Euro hilft. Jeder Euro ist ein
Signal für einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik!" wünscht sich
Stranig.

Für Rückrufe:
Sepp Stranig
Tel.: 0699/1369 6363
PS. Das Cover der GZ 16 sowie der Haderer-Weihnachtscartoon sind als
druckfähige pdfs erhältlich - bitte um RR oder SMS!

Rückfragehinweis:
Sepp Stranig
Tel.: 0699/1369 6363

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