- 23.12.2010, 14:55:22
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Die Kostenbremse Generika wirkt EU-weit
Wien (OTS) - In der Europäischen Union sind über die Hälfte der
gesamten Arzneimittelverordnungen generisch. Damit ermöglichen
Generika jährliche Einsparungen von 60 Milliarden Euro. Auch in
Österreich steht Ärzten eine große Auswahl von Generika zur
Verfügung. Die Versorgungsqualität kann trotz steigender
Patientenzahlen verbessert werden.
Vor dem Hintergrund der steigenden Lebenserwartung und den damit
verbundenen erhöhten Therapiekosten ist der Einsatz von Generika
entscheidend für die quantitative und qualitative
Gesundheitsversorgung. Sobald Generika erhältlich sind, müssen
europäische Gesundheitssysteme für viele Volkskrankheiten trotz
steigender Patientenzahlen wesentlich weniger ausgeben. Dadurch
verbesserte sich die Versorgungsqualität bei Erkrankungen wie
beispielsweise Hypertonie, Hypercholesterinaemie, Depression,
Gastritis und Diabetes mellitus.
Generika in Österreich
Obwohl in Österreich der Generikaanteil im Gesamtmarkt im
Vergleich zu EU-Ländern mit aufgerundet 24 Prozent immer noch sehr
niedrig ist, spielen Generika nun auch hierzulande eine immer
wichtigere Rolle, die Arzneimittelausgaben zu optimieren.
Beispielsweise werden im Jahr 2010 allein aufgrund der Einführung von
generischen Protonenpumpenhemmer die Ausgaben für diesen Bereich um
mindestens 50 Millionen verringert. Seit Cholesterinsenker auch als
Generika verfügbar sind, sanken die Preise enorm, die Chefarztpflicht
entfiel. Jetzt können ohne Mehrkosten vier Mal so viele Patienten
behandelt werden und das bei gleich bleibender Qualität.
Generika kommen zum halben Preis in den Markt. Der Wettbewerb
zwischen den Generikaherstellern senkt kontinuierlich und nachhaltig
die Preise weiter. So kosten patentfreie Medikamente um 2,88 Euro
mehr pro Verordnung als Generika. Bei fast 36 Millionen Verordnungen
in diesem Bereich für die Kassen ein Argument pro Generika (Zahlen
HVB 2009). "Eine Einschränkung der derzeitigen hochwertigen
therapeutischen Versorgung wäre bei diesem vorhandenen
Einsparpotential dem Patienten gegenüber absolut nicht zu
rechtfertigen", kommentiert Bernd Leiter, Obmann des OEGV, und
verweist auf die hohen Verordnungsanteile in den EU-Nachbarländern.
Auch in Österreich haben Ärzte eine große Auswahl zwischen
generischen Präparaten mit unterschiedlichen Packungsgrößen,
Wirkstärken und Darreichungsformen. Aufgrund dieser Vielfalt haben
Ärzte auch zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, die
Arzneimitteltherapie ihrer Patienten individuell und damit möglichst
optimal zu gestalten. Das dient der Therapietreue der Patienten und
entlastet so die Versicherungen zusätzlich.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Generikaverband (OEGV)
Mag.(FH) Waltraud Janisch-Lang MAS, Pressestelle
Mobile: +43(0) 650/544 92 92, Fax: +43(0)1 544 92 91
E-Mail: [email protected], http://www.generikaverband.at
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