• 23.12.2010, 10:30:11
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Smart Grids: Euro 1,6 Mio für Salzburger Leuchtturmprojekte vom Klimafonds

Salzburg (OTS) -

- Internationale Jury zeichnet Salzburgs Vorreiterrolle und
Innovationskraft aus
- Klima- und Energiefonds fördert zukunftsweisende Projekte der
Salzburg AG, Salzburg Wohnbau und Siemens AG Österreich

Salzburg AG wird für ihre Innovationskraft erneut ausgezeichnet:
Ende 2009 wurde Salzburg vom Klima- und Energiefonds als "1. Smart
Grids Modellregion" ausgezeichnet. Nun erhält die Smart Grids
Modellregion Salzburg den Zuschlag für die Umsetzung von innovativen
Leuchtturmprojekten. 1.600.000 Euro an Förderungen für eine Smart
Grid-optimierte Wohnanlage und eine Modellgemeinde hat der Klima- und
Energiefonds den Salzburgern zugesagt.

"Uns freut es natürlich riesig, dass wir den Zuschlag erhalten
haben, ich sehe das als Beleg unserer Innovationskraft", ist Mag.
August Hirschbichler, im Vorstand der Salzburg AG u.a. für die Netze
zuständig, stolz. Sein Vorstandskollege Dr. Arno Gasteiger ergänzt:
"Neue Wege in der Energieversorgung benötigen nicht nur hervorragende
Forschungsleistungen, sondern auch genügend Raum für Tests in realen
Gebäuden, Anlagen und Netzen. Die Smart Grids Modellregion ermöglicht
diese Demonstrationsvorhaben und sichert so die optimale Umsetzung
innovativer Energiekonzepte."

Mag. David Brenner, LH-Stv. in Salzburg, Aufsichtsratsvorsitzender
der Salzburg AG und Mitglied des Steering Comittees Smart Grids:
"Salzburg positioniert sich mit der Smart Grids Modellregion schon
heute als wichtiger Akteur für die Energielösungen von morgen.
Besonders mit dem Projekt "Haus der Zukunft" ("HiT"-Projekt) bleiben
wir international im Gespräch und schaffen auch langfristig
Arbeitsplätze und Wirtschaftsimpulse."
LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer, Mitglied des Steering Comittees Smart
Grids: "Neue Technologien werden in der Modellregion nicht nur
erforscht, sondern beispielsweise bei dem Projekt mit der "Salzburger
Modellgemeinde" (Projekttitel "DG Demonet") auf ihren tatsächlichen
Nutzen für die gesamte Bevölkerung hin getestet. Smart Grids stellen
so greifbare Lösungen dar und schaffen zusätzlich wichtige
Arbeitsplätze für die gesamte Region. Das ist ein wichtiger Impuls
für den Wirtschafts- und Technologiestandort Salzburg."
"Mit Leuchtturmprojekten, wie es unter anderem das Salzburger
HiT-Projekt ist, machen wir Österreich international sichtbar und
stecken unsere Kompetenzfelder klar ab. Wir schaffen damit aber auch
national ein Bewusstsein für nachhaltige Energielösungen - nur so
kann der Weg in eine sichere Energiezukunft gelingen", so Theresia
Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds Österreich.
"Die Leuchtturm-Förderung für die Salzburg AG ist eine Auszeichnung
für ein wichtiges Pionierprojekt, das wir mit viel österreichischem
Smart-Grid Know-how und unserer intelligenten AMIS-Stromzählern
tatkräftig unterstützen", so Gunter Kappacher, Energie-Vorstand der
Siemens AG Österreich.

- Die Netze der Zukunft sind smart

Smart Grids sind die Netze der Zukunft: intelligente Energienetze,
die alle Teilnehmer des Energiesystems miteinander verbinden. Dabei
wird Datenaustausch und Energietransport in beide Richtungen möglich,
nicht wie bisher nur in eine. Die zukünftigen Energienetze sind mit
dem Internet vergleichbar: Stromkonsumenten ("Consumer") wachsen mit
Stromproduzenten ("Producers") zusammen zum Kunden von morgen, dem
"Prosumer": sie werden aktiver, steuern ihre Nachfrage, erzeugen
selbst Energie, speisen diese ins Netz ein und benötigen zu anderen
Zeiten Strom aus dem Netz, man spricht von einer "Internetisierung
der Stromnetze". Smart Grid bedeutet dabei eine Weiterentwicklung
(Evolution) und ganzheitliche Organisation der bestehenden
Stromnetze: zentrale Elemente bilden das Rückgrat, dezentrale
Elemente erlauben Flexibilität. Zu den Stromleitungen kommen
Datenverbindungen, die alle Akteure miteinander vernetzen. Ziel ist
es, Angebot und Nachfrage besser aufeinander abzustimmen und das Netz
stabiler und effizienter zu machen.

- Modellgemeinde und Haus der Zukunft

Der Klimafonds fördert folgende Leuchtturmprojekte in der "Smart
Grids Modellregion Salzburg":

- Die "Salzburger Modellgemeinde" (Projekttitel "DG Demonet"), bei 
   diesem Feldversuch soll in einer ländlichen Salzburger Gemeinde 
   eine so hohe Dichte an Photovoltaik-Anlagen und Elektro-
   Fahrzeugen installiert werden, dass neue, intelligente Lösungen 
   notwendig werden um die Versorgungsqualität sicherzustellen. So 
   kann die Salzburg AG gemeinsam mit ihren Forschungs- und 
   Technologiepartnern theoretische Modelle im realen Betrieb testen 
   und weiterentwickeln.

 - Das "Haus der Zukunft" (Projekttitel "HiT"): hier wird gemeinsam 
   mit der Salzburg Wohnbau eine Smart Grids-optimierte Wohnanlage 
   geplant und gebaut. Die Wohnanlage soll Smart Grids allgemein 
   greifbar machen und für Besichtigungen genutzt werden.

Diese Projekte ergänzen das bestehende Projektbündel der
Modellregion und sind die nächsten konkreten Schritte zur Umsetzung
der "Smart Infrastructure" in Salzburg.

- Smart Grids in Salzburg langfristig verankert

Seit 2004 beschäftigt sich die Salzburg AG mit Smart Grids.
Salzburg nimmt bei der Entwicklung von Smart Grids eine nationale und
internationale Vorreiterrolle ein. Die Smart Grids Modellregion
Salzburg wird von der Salzburg AG, Siemens AG Österreich und Salzburg
Wohnbau getragen und von einem interdisziplinären Forschungsteam
(AIT-Austrian Institute of Technology, TU Wien, CURE und Fichtner)
unterstützt. In der Modellregion werden unterschiedliche Smart Grids
Anwendungen und Fragestellungen (wie z.B. Integration erneuerbarer
Energien in Stromverteilnetze, Smart Metering, E-Mobilität,
Demand-Side-Management und virtuelle Kraftwerke) in einem
integrierten Gesamtsystem zusammengeführt und in konkreten
Leuchtturmprojekten umgesetzt. Neben der Entwicklung und
Demonstration technischer Lösungen spielt dabei insbesondere die
Analyse der Kundenakzeptanz und -integration sowie der
Nutzerfreundlichkeit eine zentrale Rolle.

Ein Foto dazu finden Sie auf www.salzburg-ag.at/presse
Bildtext: Arbeiten für intelligente Netze in Salzburg: Michael Strebl
(Salzburg AG), Roland Wernik (Salzburg Wohnbau), Wolfgang Schneider
(Siemens)
Fotocredit: Salzburg AG

Rückfragehinweis:
Sigi Kämmerer, Salzburg AG Pressesprecher, Tel. +43/662/8884-2802
E-Mail: [email protected], www.salzburg-ag.at/presse

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