• 21.12.2010, 17:52:56
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Cortolezis-Schlager: Österreichs Hochschulen benötigen moderne Rahmenbedingungen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Im Zeitraum von 2005 bis 2009 erhöhte sich das
Universitätsbudget um 25 Prozent, von 2,1 auf 2,6 Milliarden Euro. In
diesen vier Jahren wuchs die Studierendenzahl um 26 Prozent. Im
gleichen Zeitraum stieg die Erfolgsquote von rund 62 auf 82 Prozent,
und die Zahl der Studienabschlüsse erhöhte sich von 2005 auf 2009 um
30 Prozent. Das zeigt, dass in den letzen Jahren viel Geld in Bildung
und Wissenschaft investiert wurde und dass Studienbeiträge den
richtigen Lenkungseffekt haben. Studienbeiträge hindern nicht,
sondern regeln die Kapazitätsplanung. Das sagte heute, Dienstag,
ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager
anlässlich der heutigen Budgetdebatte zum Kapitel Wissenschaft und
Forschung im Parlament.

Sie ergänzte: "Wir dürfen uns jedoch mit diesen Leistungen nicht
zufrieden geben. In den kommenden Monaten liegen große Reformvorhaben
vor uns," Die Abgeordnete sprach sich in diesem Zusammenhang für
einen angemessenen privaten Beitrag zu den Studienkosten, klare
Zugangsregelungen, eine Studieneingangsphase und eine
Kapazitätsplanung aus. "Wir haben beispielsweise eine hochkarätige
Ausbildung an unseren Kunstuniversitäten. Aber warum müssen
Studierende aus Drittstaaten, die nicht sozial bedürftig sind, dafür
nicht zahlen? Das ist international betrachtet nicht vertretbar.
Unsere Universitäten haben einen Wert, und dieser sollte sich auch
ausdrücken", so die Wissenschaftssprecherin weiter. Eine
Weiterentwicklung des Stipendienwesen und das Angehen von
studienplatzbezogenen Finanzierungsmodellen sei daher ein wichtiger
Schritt in den kommenden Monaten.

"Neben einem größeren Budget benötigen unsere Hochschulen
Rahmenbedingungen, um Planbarkeit sicherzustellen. Unsere
Universitäten müssen frühzeitig wissen, wie viele Studierende sie
haben, für wie viele Studierende sie Hörsäle zur Verfügung stellen
müssen, wie viele Lehrende sie für die Anzahl der Studierenden
brauchen. Diese Planbarkeit ist noch zu verbessern", so die
Abgeordnete weiter. Sie verwies darauf, dass ein
studienplatzbezogenes Finanzierungsmodell im Regierungsprogramm
stehe. Dieses gelte es nun umzusetzen.

"Wir brauchen ein gemeinsames Herangehen, um diese Planbarkeit, wie
wir sie bei den Fachhochschulen schon geschaffen haben, herzustellen.
Damit sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Universitäten und
geben wir ihnen die Möglichkeit, sich international zu
positionieren", schloss die Wissenschaftssprecherin.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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