• 21.12.2010, 10:31:08
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Volumen der kurzfristigen Sichteinlagen steigt - Spareinlagen sinken

Unkonsolidierte Geschäftsentwicklung der österreichischen Banken in den ersten drei Quartalen 2010

Wien (OTS) - Die unkonsolidierte Bilanzsumme unterschritt erstmals
seit Mitte 2008 die 1 Billion Euro-Grenze. Die Entwicklung des
Privatkundengeschäfts war seit dem Ultimo 2009 sowohl bei den
Forderungen (+2,2%) als auch bei den Verbindlichkeiten (+2,7%)
gegenläufig zum Bilanzsummenrückgang (-4,5%), welcher vor allem durch
ein deutlich reduziertes Zwischenbankgeschäft verursacht wurde. Die
Entwicklung der Einlagen war durch einen deutlichen Zuwachs der
Sicht- (+9,7%) und Termineinlagen (+6,8%) und eine Reduzierung der
Spareinlagen (-2,0%) charakterisiert. Beeinflusst durch das
Interbankengeschäft im Ausland reduzierte sich der Stand der
Auslandsforderungen um 1,7%, das Volumen der Verbindlichkeiten
erhöhte sich um 1,1%.
Ende September 2010 belief sich die aggregierte unkonsolidierte
Bilanzsumme der österreichischen Banken auf 987,46 Mrd EUR.
Zurückzuführen war der Rückgang um 46,49 Mrd EUR auf eine statistisch
relevante Veränderung im Melderkreis und auf ein schwächeres
Interbankengeschäft.
Im Einlagenbereich zeigte sich wie bereits in den Vorquartalen eine
dynamische Entwicklung des Sichteinlagenbereiches. Dank des Weiteren
markanten Anstiegs des Anteils der Sichteinlagen an den gesamten
Einlagen inländischer Nichtbanken um 2,1 Prozentpunkte war nunmehr
zum Ende des dritten Quartals 2010 ein Drittel aller Einlagen dieser
Kategorie zuzurechnen. Die Zugewinne fanden auf Kosten der
Spareinlagen statt, wobei deren Anteil um 2,5 Prozentpunkte auf 54,4%
sank.
Das Einlagenwachstum von inländischen Nichtbanken betraf aus
sektoraler Sicht hauptsächlich nichtfinanzielle Unternehmen (+7,54
Mrd EUR), wobei dies primär die Kategorie Sichteinlagen (+7,26 Mrd
EUR) betraf.
Bei den privaten Haushalten war über alle Einlagenkategorien hinweg
ein leichter Rückgang von 0,78 Mrd EUR festzustellen. Während hier
die Sichteinlagen mit +2,01 Mrd EUR deutlicher expandierten
verzeichneten die Spareinlagen noch stärkere Rückgänge (-2,90 Mrd
EUR). Bei den Termineinlagen (+0,11 Mrd EUR) kam es kaum zu einer
Veränderung.
Der Stand der Auslandsforderungen ging in den ersten drei Quartalen
2010 um 5,71 Mrd EUR zurück, die Auslandsverbindlichkeiten stiegen
leicht um 2,83 Mrd EUR. Diese Veränderungen waren hauptsächlich auf
das Interbankengeschäft zurückzuführen. Die "Forderungen an
ausländische Kreditinstitute" sanken um 8,41 Mrd EUR und die
"Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten" stiegen
um 6,65 Mrd EUR.
Durch die unterschiedlichen Wachstumsraten im Beobachtungszeitraum
verringerte sich die Nettoforderungsposition österreichischer
Kreditinstitute gegen das Ausland deutlich auf 79,66 Mrd EUR (-8,54
Mrd EUR). Ende September 2010 lag der Anteil der Auslandsaktiva
(331,86 Mrd EUR) an der Bilanzsumme bei 33,6%, jener der
Auslandspassiva (252,20 Mrd EUR) stieg auf 25,5%.

Rückfragehinweis:
Statistik Hotline
Tel.: +43-1-40420-5555
[email protected]

Rückfragehinweis:

Oesterreichische Nationalbank 
   Mag. Oliver Huber
   Pressesprecher
   Tel.: +43-1 404 20/6622
   mailto:[email protected]
   www.oenb.at

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